ATP-Tour: Casper Ruud spielt in Dallas die Vaterkarte (und deshalb eben nicht)
Casper Ruud wird beim ATP-Tour-500-Turnier in Dallas fehlen. Aus gutem Grund. Und ohne Konsequenzen.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
06.02.2026, 10:56 Uhr

Das Thema „Pflichtturniere“ ist im Welttennis ein sehr heikles, aber Fakt ist nun einmal, dass die meisten Profis, die noch nicht das Alter von Novak Djokovic erreicht haben, bei acht von neun ATP-Masters-1000-Turnieren (Ausnahme: Monte-Carlo) und einer bestimmten Anzahl von 500er-Events antreten müssen. Das mag hier und da ein bisschen anstrengend sein - den Veranstaltern wird so aber immerhin garantiert, dass bei den größten Anlässen im Welttennis auch tatsächlich die größten Spieler antreten.
Man muss nun schon gute Gründe haben, warum man etwa einen Start in Indian Wells sehr spät absagt. Oder auch für das ATP-Tour-500-Turnier in Dallas. So wie es Casper Ruud nun gemacht hat. Dieser sehr gute Grund lautet: Ruud ist vor wenigen Tagen erstmals Vater geworden, verzichtet aus diesem Grund auch auf den Heim-Davis-Cup gegen Großbritannien an diesem Wochenende.
Nun hätte das Vaterwerden in vergangenen Zeiten nicht ausgereicht, um ohne Punktabzug eine Teilnahme an einem verpflichtenden ATP-Turnier zwei Wochen vor Beginn der Hauptfeld-Matche abzusagen. Im upgedateten ATP-Regelwerk ist aber genau das unter „Parental Status Exemption“ abgedeckt.
Allerdings: Im Bonuspool für die 500er und 1000er wird die Nichtteilnahme sehr wohl berücksichtigt. Vaterfreuden hin oder her.
