Fliegender Trainerwechsel bei Richard Gasquet

Der Ex-Weltranglisten-Siebte stellt in seinem Betreuerteam nach einer durchwachsenen Saison um - allerdings nicht aus Erfolgsgründen.

von Manuel Wachta
zuletzt bearbeitet: 03.11.2016, 00:00 Uhr

ATP - Richard Gasquet

Einer kommt, einer geht: Richard Gasquet hat einen fliegenden Trainerwechsel vorgenommen und in seinem Betreuerteam Sébastien Grosjean durch Thierry Championersetzt, wie der TV-Sender "BeIn Sports" berichtet. Das wurde, während des Auftaktmatches des Franzosen, beim BNP Paribas Masters in Paris-Bercy bekannt. Champion, die ehemalige Nummer 44 der Welt, betreut zugleich Benoit Paire - und wird auch weiter mit dem Landsmann der beiden arbeiten. Sergi Bruguera, der French-Open-Gewinner von 1993 und 1994, werde im Team von Gasquet verbleiben, wie dieser versicherte.

"Ich verdanke Sébastien eine Menge"

Die Trennung erfolgt also ausschließlich von Grosjean, und keineswegs wegen Problemen mit der Zusammenarbeit, sondern weil der Ex-Weltranglisten-Vierte, viermalige ATP-Einzel- und fünffache ATP-Doppel-Titelträger "mehr Zeit mit seiner Familie verbringen möchte", erklärte Gasquet. "Er ist viel gereist. Er ist fünf Jahre lang viel gereist. Also möchte ich mich zunächst mal bei ihm bedanken. Wir haben 2011 begonnen, zusammen zu arbeiten, und zu der Zeit war ich in den Rankings zurückgefallen. Und mit ihm habe ich seit 2013 drei Spielzeiten unter den Top Ten beendet, und ich verdanke ihm eine Menge. Er hat's mir ermöglicht, wieder Spaß am Tennis zu haben, weil ich davor meine Probleme hatte, er ist inzwischen ein sehr guter Freund von mir geworden. Wir sind sehr eng miteinander."

Dennoch habe Gasquet natürlich einen neuen Trainer finden müssen: "Ich hätte mit Sébastien gerne weitergearbeitet, wenn es möglich gewesen wäre, weil die Dinge sehr gut gelaufen sind, aber ich kann seine Sicht der Dinge gut verstehen. Meine Entscheidung war es, mit Thierry zu arbeiten. Es gab kein Zögern. Ich kenne ihn bereits eine lange Zeit von der Tour, er kennt sich im Tennis sehr gut aus. Er hat wirklich die Fähigkeit, ein Coach zu sein." Und so hofft der 19. in der Weltrangliste, in dieser wieder an Boden gutzumachen: "Ich denke, ich bin jetzt wieder auf einem guten Niveau. Dort wollte ich sein. Körperlich fühle ich mich auch gut. Ich glaube, mit einer guten Erholungspause und Vorbereitung werde ich dazu imstande sein, 2017 gut zu spielen. Ich denke, die Dinge werden gut laufen."

von Manuel Wachta

Donnerstag
03.11.2016, 00:00 Uhr