Lucas Pouille – Tennis bis auf weiteres nur mit der Familie

Der Franzose braucht nach seinem besten Tennis-Jahr eine Auszeit.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 05.11.2016, 08:44 Uhr

NEW YORK, NY - SEPTEMBER 04: Lucas Pouille of France reacts after defeating Rafael Nadal of Spain during his fourth round Men's Singles match on Day Seven of the 2016 US Open at the USTA Billie Jean King National Tennis Center on September 4, 2016 i...

Der Abschluss seiner Tennis-Saison 2016 hätte für Lucas Pouille natürlich ein wenig charmanter ausfallen können - das 3:6, 0:6 gegen Andy Murray beim ATP-Masters-1000-Turnier in Paris-Bercy spiegelt nicht die wahren Kräfteverhältnisse der beiden Spitzenspieler wider. Aber der Schotte ist ein Mann auf einer Mission, und Pouille einer derjenigen Spieler, die sich im Laufe der Saison am deutlichsten verbessert haben. Spielerisch und in Hinblick auf ihre Weltranglisten-Platzierung.

Pouille wird, sollte nicht John Isner die Veranstaltung in Paris noch gewinnen, als Nummer 15 der Welt überwintern, logische Folge einer starken zweiten Saisonhälfte, die mit dem Einzug ins Viertelfinale von Wimbledon ihren Anfang genommen hatte. Dasselbe Ergebnis steht bei den US Open zu Buche, in Metz folgte schließlich der längst überfällige erste Turniersieg, im Finale zog Dominic Thiem den Kürzeren gegen den 22-jährigen Franzosen.

Der Ruf der Familie

"Ich werde mich jetzt einmal völlig vom Tennis verabschieden", wird Pouille in der "L'Équipe" zitiert. "Und erst dann wieder einen Schläger angreifen, wenn die nächste Trainingsphase losgeht." Dies könnte höchstens am Spieltrieb seiner beiden Brüder scheitern, sollte familiär der Anspruch an gemütliches Bälleschlagen mit Lucas geäußert werden, könne dieser sich dem Anliegen natürlich nicht verschließen.

Über die potenzielle neue Nummer eins der Welt, Andy Murray, weiß Lucas Pouille nur Gutes zu berichten. "Am Ende der Spiele zeigt er immer sein bestes Tennis." Gerade also bei den wichtigen Punkten, wobei dem zweifachen Olympiasieger auch seine unglaubliche Physis zupass komme. Damit erreiche er auch fast unmögliche Bälle - und zwinge seine Gegner immer wieder, extrem hohes Risiko einzugehen.

von tennisnet.com

Samstag
05.11.2016, 08:44 Uhr