Noch keine Gefahr für Milos Raonic

Die kanadischen Jungsstars verdienen sich die ersten Sporen bei den Profis.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 23.07.2016, 20:27 Uhr

LONDON, ENGLAND - JULY 05: Denis Shapovalov of Canada reacts against Finn Bass of Great Britain on day eight of the Wimbledon Lawn Tennis Championships at the All England Lawn Tennis and Croquet Club on July 5, 2016 in London, England. (Photo by S...

16 Jahre alt war Alexander Zverev , als ihm der Turnierdirektor von München, Patrik Kühnen , mit einer Wildcard einen Platz im Hauptfeld zugestand. Eine Investition in die Zukunft, die sich ausgezahlt hat. Der gebürtige Hamburger braucht längst keine Freifahrtscheine mehr, in nicht allzu langer Zeit wird Zverev Philipp Kohlschreiber als deutsche Nummer eins abgelöst haben. Die kanadische Nummer eins ist im Moment, mit großem Abstand, Wimbledon-Finalist Milos Raonic .

Ob Félix Auger-Aliassime diese Position eines Tages einnehmen wird? Oder Denis Shapovalov , der im Junioren-Wettbewerb in Wimbledon noch einen Schritt weiter gegangen ist als Raonic? Auger-Aliassime wird von den meisten Auguren gemeinhin eine ertragreichere Zukunft im Tennissport prophezeit, für den noch 15-Jährigen spricht vor allem seine Athletik. Jetzt schon. Shapovalov auf der anderen Seite hebt sich durch sein Spiel von den meisten anderen Top-Junioren ab, der Linkshänder besticht durch eine einhändige Rückhand und vortrefflichen Spielwitz.

Es wartet ein Schmankerl

In der laufenden Woche in Washington, D.C., wäre dies beinahe genug gewesen für Lukas Lacko , Shapovalov musste sich erst nach drei Sätzen geschlagen geben. Auch beim ATP-Masters-1000-Turnier in Toronto hat die Turnierleitung den kanadischen Wimbledon-Sieger mit einem Platz im Hauptfeld bedacht, es wartet gleich ein spielerisches Highlight: Nick Kyrgios , der launische Australier, steht zwischen Shapovalov und seinem ersten Sieg auf der ATP-Tour.

Félix Auger-Aliassime muss sich mit selbigem noch etwas gedulden: Ihm war lediglich ein Platz im Qualifikations-Wettbewerb zugestanden worden, und da war schon in Runde eins gegen den Australier James Duckworth Endstation. 5:7, 6:7 (3) das Endergebnis aus Sicht von Auger-Aliassime. Kleiner Trost: Auch für Alexander Zverev hat es, zumindest in München, nicht im ersten Anlauf geklappt. Und mittlerweile geht der Deutsche als einer der Favoriten in die kommenden Ausgaben.

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23.07.2016, 20:27 Uhr