Rod Laver sieht Federer und Djokovic in der „GOAT“-Frage gleichauf

Die australische Tennislegende ist so beeindruckt vom „Djoker“, dass er ihn mit dem „Maestro“ auf eine Stufe stellt.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 06.05.2016, 13:13 Uhr

SHANGHAI, CHINA - OCTOBER 13: Tennis legend Rod Laver looks on during the Australian Open 2016 Launch at The Shook on October 13, 2015 in Shanghai, China. (Photo by Hu Chengwei/Getty Images for Tennis Australia)

Wenn es um die immer wieder gern gestellte Frage nach dem besten Tennisspieler aller Zeiten geht, ist die Meinung von Rod Laver gefragt. Der zweifache Kalender-Grand-Slam-Sieger aus „Down Under“ gehört zweifellos zu den besten Spielern der Geschichte. Mehr als ein halbes Jahrzehnt antwortete der 77-Jährigen auf die Frage nach dem „GOAT“ immer gleich –Roger Federerwar für „The Rocket“ unbestritten der beste Spieler der Tennisgeschichte. Diese Meinung will der Australier jetzt nicht mehr uneingeschränkt gelten lassen, wie er „ESPN.com“ in einem Telefongespräch mitteilte: „Ich denke, man sollte keinen von beiden über den anderen stellen, wenn man sich ihre Leistungen anschaut. Jeder weiß, was Roger für Rekorde hält, aber wenn ich betrachte, wieDjokovicim letzten Jahr spielte, muss ich sagen – Djokovic und Federer sind gleichauf.“

„Djokovic ist ein unglaublicher Kerl mit klinischer Präzision“

Sollte der Serbe die kommenden French Open gewinnen, wäre er der erste Spieler seit Laver 1969, der alle vier Grand-Slam-Titel zur gleichen Zeit halten würde. Eine Leistung, die Roger Federer auch während seiner erfolgreichsten Jahre nicht erzielen konnte. In diesem Zusammenhang ist Laver nicht gewillt, Djokovic aus der Debatte auszusparen: „Er ist ein unglaublicher Kerl, der Herausragendes geleistet hat. Wie kann man Novak nicht in die Diskussion miteinbeziehen?“ Vor allem das diesjährige Halbfinale der beiden Heroen bei den Australian Open machte Eindruck auf den Aussie.Novak Djokovic besiegte seinen Schweizer Rivalen in vier Sätzen und demontierte den „Maestro“ in Satz eins und zwei fast nach Belieben.„Das war unglaublich, mit welcher klinischen Präzision Djokovic spielte“, bemerkte der berühmte Linkshänder und hatte fast Mitleid mit Federer: „Als Roger den Platz verließ, muss er sich gefragt haben: ,Was soll ich nur machen, um diesen Kerl zu schlagen?’“

Trotzdem will „The Rocket“ den 17-fachen Grand-Slam-Sieger nicht abschreiben. Am realistischsten sei ein weiterer „Major“-Titel in Wimbledon, meinte Laver: „Wenn er noch einen großen Titel holt, dann in Wimbledon – das Turnier inspiriert Roger. Auch bei den US Open kann er gut spielen. Ein weiterer ,Slam’ ist definitiv möglich.“ Doch eines steht für den 11-maligen Grand-Slam-Champion bereits jetzt schon fest. Unabhängig von zukünftigen Erfolgen, ist Novak Djokovic für Rod Laver einer der zwei besten Wettkämpfer, die jemals Tennis spielten.

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Freitag
06.05.2016, 13:13 Uhr