So wird Andy Murray noch 2016 die Nummer 1!

Der Olympiasieger von Rio und London könnte noch vor den ATP-Finals Novak Djokovic überholen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 17.10.2016, 07:31 Uhr

PARIS, FRANCE - JUNE 05: Champion Novak Djokovic of Serbia and runner up Andy Murray of Great Britain pose with the trophies won during the Men's Singles final match on day fifteen of the 2016 French Open at Roland Garros on June 5, 2016 in Paris, F...

Es hat Zeiten gegeben, da war es tatsächlich noch schwieriger, den Verlauf der Weltranglisten-Positionen vorherzusagen als anno 2016: Schließlich wurden vor einigen Jahren Bonuspunkte ausgelobt für besonders bemerkenswerte Siege, also gegen jene Athleten, die die vorderen Plätze im allgemeinen Ranking einnahmen. Demgegenüber stellt sich die Antwort auf die Frage, wieAndy Murrayerstmals den Tennisthron erklimmen kann, nachgerade einfach dar: Der Schotte gewinnt in Wien und Paris-Bercy,Novak Djokovicerreicht eben dort nicht das Finale.

Soweit die Kurz-Version, dankenswerter Weise haben sich ambitionierte Hobby-Mathematiker mit den möglichen Entwicklungen an der Spitze des Männertennis auseinandergesetzt. So schaut es aktuell jedenfalls aus: Murray hält nach seinem Sieg in Shanghai bei 10.485 Punkten, Djokovic nach seiner Halbfinal-Niederlage gegen Roberto Bautista Agut bei immer noch stolzen 12.900. In dieser Woche nehmen sich beide Gladiatoren ein wohlverdientes Päuschen, jenes des Serben dauert sogar noch sieben Tage länger.

Keine Punkte aus den Finals

Das sollte der zweifache Olympiasieger für sich nutzen, die 500 zu vergebenden Punkte bei den Erste Bank Open in Wien brächten ihn auf 10.945. In Paris-Bercy indes hat Novak Djokovic 1.000 zu verteidigen, Andy Murray könnte mit einem Sieg beim letzten ATP-Masters-1000-Turnier 400 Punkte gutmachen. Sollte Djokovic das Finale in der französischen Hauptstadt verpassen, fallen ihm mindestens 640 Punkte aus der Wertung. Und das würde Murray reichen, um die Führung in der Weltrangliste zu übernehmen.

Denn am 7. November fallen die im Vorjahr errungenen Punkte bei den ATP World Tour Finals in London aus der Wertung, was sich beim serbischen Branchenprimus vergleichsweise dramatisch auswirkt: 1.300 Punkte verliert der Titelverteidiger von 2015, während Murray nur 200 aus der Wertung fallen. Sollte es so kommen, dann stünden vor Beginn des Saisonabschlussturniers beim Schotten 11.185 Punkte zu Buche, bei seinem großen Rivalen lediglich noch 10.960. Ein Szenario, das nicht ausgeschlossen erscheint. Und das die Vorfreude auf die letzten Wochen der Tennis-Saison 2016 wachsen lässt.

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Montag
17.10.2016, 07:31 Uhr