Stichwort Wohlfühloase – Die Lieblingsturniere der Stars

Bei welchen Grand Slams und ATP-Events sind Novak Djokovic, Roger Federer und Co. am erfolgreichsten? Hier ist die Antwort!

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 02.05.2016, 09:12 Uhr

HALLE, GERMANY - JUNE 21: Roger Federer of Switzerland celebrates winning the final match against Andreas Seppi of Italy during the final day of the Gerry Weber Open at Gerry Weber Stadium on June 21, 2015 in Halle, Germany. (Photo by Thomas Starke...

Es gibt sie: Diese Turniere, wo man sich pudelwohl fühlt, der Arm locker durchschwingt und daher auch extrem erfolgreich ist. FürPhilipp Kohlschreiberist sein Heimturnier, das ATP-World-Tour-250-Event in München, solch eine Wohlfühloase.Der 32-jährige Augsburger hat die BMW Open am Münchner Aumeister am Sonntag zum dritten Mal nach 2007 und 2012 gewonnen.Zwei weitere Male, 2013 und 2015, stand er im Finale. Kohlschreiber hat den Center Court zu seinem „kleinen Wohnzimmer“ deklariert. 2007 feierte er hier seinen ersten ATP-Titel und gewann dann sogar noch die Doppelkonkurrenz mit seinem Finalgegner Mikhail Youzhny. Wie sieht es bei anderen Spielern auf der ATP-Tour aus? Bei welchen ATP- und Grand-Slam-Turnieren sind Novak Djokovic und Co. am erfolgreichsten?

Novak Djokovic

Was die Grand Slams betrifft, reist der „Djoker“ liebend gerne nach Melbourne,wo er auch sein erstes Grand-Slam-Match spielte.Bereits sechsmal hat er die Australian Open gewonnen. Ein Ende der Erfolgsgeschichte in Down Under scheint noch längst nicht in Sicht. Auf ATP-Ebene hat Djokovic das ATP-Masters-1000-Turnier in Miami in diesem Jahr zum sechsten Mal gewonnen, auch beim 500er-Event in Peking trug er sich sechsmal in die Siegerliste ein. Der mittelschnelle Hartplatz ist also vorwiegend das Jagdrevier des Weltranglisten-Ersten.

Roger Federer

Der „Maestro“ mag es gerne grün. Zur Rasensaison läuft Roger Federer stets zur Hochform auf. Zehnmal stand er in Wimbledon im Endspiel und konnte siebenmal die prestigeträchtigste Trophäe im Tennis in die Luft stemmen. Ebenfalls zehnmal spielte er in Halle/Westfalen das Endspiel und war achtmal siegreich. Bei seinem Heimturnier in Basel erreichte Federer bei 16 Starts zwölfmal das Finale und gewann siebenmal den Titel. Auch bei den Turnieren in Cincinnati und Dubai, wo es genauso zügig zugeht, siegte er jeweils siebenmal.

Rafael Nadal

Rafael Nadal sieht gerne rot. Der Spanier ist der mit Abstand erfolgreichste Sandplatzspieler aller Zeiten. 69 Titel hat Nadal bislang gewonnen. Mehr als ein Drittel davon gehen auf das Konto von drei Turnieren. „Rafa” spielte bislang elfmal die French Open und gewann neunmal den Titel. Klappt es in diesem Jahr mit „La Décima“? Auch bei den Turnieren in Monte Carlo und Barcelona steht eine Neun in der Bilanz von Nadal, dessen Erfolgsgeschichte auf Sand noch nicht längst nicht zu Ende ist.

Andy Murray

Ein Lieblings-Grand-Slam-Turnier bei Andy Murray zu bestimmen, ist etwas schwerer. Auch wenn er die Australian Open noch nicht gewonnen hat, sprechen die Zahlen für Melbourne, wo er fünfmal im Finale stand, aber eben diesen verflixten letzten Schritt nie machen konnte. Auf ATP-Ebene fühlt sich Murray beim Rasenturnier im Londoner Queen’s Club pudelwohl. Mit vier Titeln ist er neben Boris Becker, Lleyton Hewitt und Andy Roddick Rekordsieger. In diesem Jahr kann er zum alleinigen Rekordhalter aufsteigen.

Stan Wawrinka

Bei den Australian Open 2014 feierte Stan Wawrinka mit dem Titelgewinn seinen großen Durchbruch. In Melbourne spielt „Stan, the Man“ auf Grand-Slam-Ebene meist sein bestes Tennis. Denkwürdig sind seine drei Matches gegen Novak Djokovic zwischen 2013 und 2015. 13 ATP-Titel hat Wawrinka bislang gewonnen, vier davon beim Turnier in Chennai, wo der Schweizer seit Jahren einen erfolgreichen Saisonauftakt hinlegt.

David Ferrer

Wie es sich für einen Spanier gehört, mag es auch David Ferrer gerne sandig. So ist es nicht verwunderlich, dass die French Open sein erfolgreichstes Grand-Slam-Turnier sind. 2013 erreichte er das Endspiel. Als Vorbereitung auf die Australian Open spielt Ferrer gerne in Auckland, wo er viermal den Titel gewann. Auch beim Turnier in Acapulco trug er sich viermal in die Siegerliste ein.

Kei Nishikori

Kei Nishikori spielte sich bei den US Open 2014 zwar ins Finale vor, ansonsten lief es in New York eher durchwachsen. Weitaus konstanter waren seine Leistungen bei den Australian Open, wo er dreimal im Viertelfinale stand. Auf ATP-Ebene reist der Japaner liebend gerne nach Memphis, wo er dieses Jahr zum vierten Mal in Folge den Titel gewann.

Tomas Berdych

Tomas Berdych ist ein Dauerbrenner auf der ATP-Tour, dem aber immer noch ein großer Titel fehlt – abgesehen vom Sieg in Paris-Bercy im Jahr 2005. Bei den Grand Slams spielt der Tscheche am konstantesten bei den Australian Open. In den letzten sechs Jahren erreichte er in Melbourne mindestens das Viertelfinale. Berdych konnte auf ATP-Ebene nur ein Turnier mehrmals gewinnen, das Event in Stockholm, wo er im letzten Jahr zum dritten Mal siegte.

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02.05.2016, 09:12 Uhr