3:20 Stunden! Andy Murray gewinnt längstes Masters-Match der Geschichte

Noch nie dauerte eine Best-of-three-Partie beim Jahres-Abschlussturnier länger als der Sieg des Briten gegen Kei Nishikori.

von SID / MaWa
zuletzt bearbeitet: 16.11.2016, 00:00 Uhr

Andy Murray

Im Zweikampf um die Führung in der Weltrangliste ist dem neuen Branchenprimus Andy Murray der Halbfinal-Einzug bei den ATP World Tour Finals in London kaum mehr zu nehmen. Der Schotte gewann auch sein zweites Spiel in der Gruppe "John McEnroe" gegen den Japaner Kei Nishikori nach sehr hartem Kampf mit 6:7 (9), 6:4, 6:4. Mit 3:20 Stunden wurde es gar das längste Best-of-three-Match der Masters-Geschichte. Der bisherige Rekord war 2010 mit 3:12 Stunden aufgestellt worden.

In seinem abschließenden Match gegen den US-Open-Sieger Stan Wawrinka kann sich der dreimalige Grand-Slam-Gewinner womöglich sogar eine Niederlage erlauben. Sollte in der Partie ab 21:00 Uhr MEZ zwischen diesem und dem KroatenMarin Cilic der Schweizer verlieren, würde Murray nicht nur als Gruppensieger feststehen, sondern zudem einem Halbfinal-Duell mit seinem Rivalen um den Tennisthron, dem langjährigen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic , sicher aus dem Weg gehen.

"Genau für solche Spiele arbeiten wir alle"

"Es war ein hartes Match, Kei hat mich viel laufen lassen", sagte Murray. "Genau für solche Spiele arbeiten wir alle. Ich hoffe, dass die Saison nun noch drei Tage länger dauert." Für den 29-Jährigen war es der 21. Matchgewinn hintereinander. Nach einem engen ersten Satz war Nishikori auch im zweiten Durchgang auf Augenhöhe und ließ beim Stand von 4:5 zwei Breakchancen aus. Erst im Verlauf des dritten Satzes ließ die Gegenwehr des Japaners bis zum Stand von 1:5 kurz nach.

Am Ende wurde es nochmal knapp, Murray servierte aber im zweiten Anlauf aus. Der Brite bleibt auch nach dem Turnier in London an der Spitze, wenn er mindestens so erfolgreich abschneidet wie Verfolger Djokovic, der das Turnier in den vergangenen vier Jahren für sich entschieden hatte. Der Serbe, der die Führung in der Weltrangliste in der vergangenen Woche nach 122 Wochen an Murray verloren hatte, war bereits am Dienstag vorzeitig ins Halbfinale eingezogen .

von SID / MaWa

Mittwoch
16.11.2016, 00:00 Uhr