Traumfinale Murray gegen Djokovic – Showdown um die Tennis-Krone

Während Branchenführer Andy Murray im Kampf um Platz eins ein Marathonmatch in den Knochen steckt, ist Novak Djokovic ausgeruht.

von SID / MaWa
zuletzt bearbeitet: 20.11.2016, 00:00 Uhr

Andy Murray - Novak Djokovic

Vor dem ultimativen Showdown um die Krone der Tenniswelt schnaufte Andy Murray kräftig durch. Schwer atmend saß der Schotte nach dem Kraftakt gegen Milos Raonic bei den ATP World Tour Finals in London auf seiner Bank. In einem über dreieinhalbstündigen Marathonmatch hatte sich Murray für das Traumfinale gegen Novak Djokovic qualifiziert. Der Sieger des Duells am Sonntagabend (nicht vor 19:00 Uhr MEZ, im TV live auf "Sport1+", in Deutschland auf "DAZN", in Österreich auf "ORF SPORT+", in der Schweiz auf "SRF 2", auf tennisnet.com im Liveticker und in den Livescores) überwintert als Weltranglisten-Erster.

"Das Match, auf das alle gewartet haben"

"Das war unglaublich hart, eines der härtesten Matches, das ich in der Halle jemals gespielt habe", sagte Murray, nachdem er den Kanadier nach 3:39 Stunden mit 5:7, 7:6 (5), 7:6 (9) niedergerungen hatte. Es war das längste Match in der Geschichte des Saisonfinales. Für das anstehende Duell mit Djokovic stapelte der erschöpfte Olympiasieger tief: "Ich bin müde. Ich habe in den letzten Monaten so viel Tennis gespielt, werde aber noch einmal alles geben, was ich habe." Murray weiß, dass die Kraft im Finale zum entscheidenden Faktor werden könnte. Während er gegen Raonic viele Körner ließ, gewann Djokovic wenig später sein Halbfinal-Duell gegen Kei Nishikori im Eiltempo. In nur 66 Minuten fegte der Serbe den Japaner mit 6:1, 6:1 vom Platz und richtete den Fokus anschließend auf das Endspiel. "Das ist das Match, auf das alle gewartet haben", sagte er. "So ein Duell gab es in der Geschichte noch nie. Ich bin dankbar, ein Teil davon zu sein."

Djokovic kann mit Federer gleichziehen

Der 29-jährige Murray hatte Djokovic Anfang November nach 122 Wochen an der Spitze der Weltrangliste abgelöst. Nun will der entthronte Branchenführer zurückschlagen. Mit seinem insgesamt sechsten Erfolg beim Tour-Finale der besten acht Spieler, durch den er nebenbei mit Rekordsieger Roger Federer (Schweiz) gleichziehen würde, kann sich der Schützling von Deutschlands Tennis-Ikone Boris Becker die Führung im Ranking zurückholen. Nach schwierigen Wochen, in denen immer wieder auch über private Probleme gemunkelt worden war, scheint Djokovic bereit für die schnelle Rückkehr auf den Tennis-Thron. Nach verhaltenem Beginn hat sich der "Djoker" in London kontinuierlich gesteigert. "Meine Formkurve zeigt in die richtige Richtung", sagte Djokovic. "Ich hoffe auf ein großes Finale." Das hoffen auch die Tennisfans in aller Welt.

von SID / MaWa

Sonntag
20.11.2016, 00:00 Uhr