Aus in Toronto, auf nach Cincinnati? Von wegen!
Gar nicht mal so wenige Spieler haben es überhaupt nicht eilig, nach einer Niederlage in Toronto gleich zum nächsten Turnierort aufzubrechen.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
03.08.2025, 13:12 Uhr

Nein, es war keine große Überraschung, Taylor Fritz am Samstagnachmittag im abgesperrten Bereich hinter dem Sobey Stadium in Toronto auf dem Weg zum Fahrdienst zu sehen. Fritz hatte gestern zwar spielfrei, aber ein paar Bälle schlagen die Profis dann ja doch immer. Oder gehen zumindest ins Gym. Fritz, mit einem Jersey der Toronto Blue Jays mit der Rückennummer 25 und darüber seinem Namen unterwegs, stieg also in einen SUV und ließ den Fahrer seine Arbeit machen.
Gleich im nächsten Wagen aber richtete sich die Familie Tsitsipas ein. Moment! War Stefanos nicht schon Anfang der Woche an Christopher O´Connell gescheitert - und im Doppel nicht am Start, was einen längeren Aufenthalt in Toronto ja auch sportlich rechtfertigen würde? Nein: Auch den griechischen Tennisgott (nun, ja …) zieht es wie einige Kollegen noch nicht nach Cincinnati.
Toronto mit mehr Charme als Cincinnati
Brasiliens Jungstar Joao Fonseca war oder ist auch noch in Toronto, Sebastian Ofner hat am Freitag noch ausgiebig mit Damir Dzumhur trainiert, fast eine Woche nach seinem Ausscheiden gegen Reilly Opelka.
Zwei Gründe könnten dafür ausschlaggebend sein: Im Gegensatz zu den Frühjahrs-Turnieren in Indian Wells und Miami folgen Toronto und Cincinnati tatsächlich direkt aufeinander. Die früh Ausgeschiedenen können also keinen spontanen Zwischenstopp bei einem Challenger einschieben. Und dann ist es zuverlässigen Berichten nach auch so, dass Cincinnati als Reiseziel nicht den ganz großen Charme ausstrahlt. Zumal das letzte 1000er vor den US Open ja auch nicht Downtown gespielt wird - sondern in der Nähe eines Vergnügungsparks außerhalb von Cincinnati. Gut: Auch das Sobey Stadium ist fußläufig für die Athleten nicht zu erreichen. Es sei denn, sie haben Unterschlupf in der nahe gelegenen York University gefunden.
Und so wird spannend zu beobachten sein, ob vielleicht auch Casper Ruud und Learner Tien, zwei der Verlierer vom Samstag, noch ein paar Tage in Toronto anhängen. Und wann Stefanos Tsitsipas und sein zurückgekehrter Trainierter Apostolos die Reise nach Cincinnati antreten.
