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Australian Open 2023: Novak Djokovic - "Es ist überhaupt nicht gut"

Novak Djokovic hatte gegen den Franzosen Enzo Couacaud phasenweise mit starken körperlichen Beschwerden zu kämpfen. Ob dieser zeigte sich der Topfavorit auch im Anschluss an sein Weiterkommen durchaus besorgt. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 19.01.2023, 19:12 Uhr

Novak Djokovic machte am Mittwoch bei den Australian Open 2023 phasenweise keinen guten Eindruck
Novak Djokovic machte am Mittwoch bei den Australian Open 2023 phasenweise keinen guten Eindruck

Es war weit mehr als eine Schrecksekunde, für die Novak Djokovic in seinem Zweitrundenduell mit dem Franzosen Enzo Couacaud am Mittwochabend australischer Zeit sorgte. Die Oberschenkelbeschwerden, die den Serben seit dem ATP-250-Event von Adelaide begleiten, schienen sich nun weitaus stärker auf das Spiel des 35-Jähigen auszuwirken. So stark, dass der neunfache Australian-Open-Sieger gegen den Franzosen nicht nur ein Medical-Time-out in Anspruch nehmen, sondern auch Durchgang zwei abgeben musste. 

Dementsprechend besorgt zeigte sich Djokovic auch im Anschluss an die Partie. "Um ehrlich zu sein, es ist überhaupt nicht gut", sagte der Serbe nach seinem Weiterkommen gegenüber Eurosport. "Das letzte Spiel war besser, das Gefühl, als heute. Das ist alles, was ich jetzt sagen kann. Es liegt wirklich an Gott, mir zu helfen - und am Physiotherapeuten! Wir müssen von Tag zu Tag gehen. Ich hoffe, dass ich mich erholen kann und bereit bin für ein hartes Match im nächsten Spiel."

Djokovic "besorgt"

Dafür wäre es durchaus zuträglich gewesen, hätte Djokovic das Match bereits in drei Sätzen für sich entscheiden können. Sein klares Ziel, wie die Nummer vier des Turniers auch eingestand: "Ich bin froh, dass ich so ein Match in vier Sätzen überstanden habe - ich wollte in drei Sätzen durchkommen, aber ich muss ihm zugute halten, dass er gutes Tennis gespielt hat", so Djokovic, der nach klar gewonnenem Auftaktsatz Abschnitt zwei im Tiebreak abgeben musste. Im Anschluss hingegen hatte der Serbe keine Probleme. 

"Ich bin besorgt. Ich meine, ich kann nicht sagen, dass ich es nicht bin. Ich habe Grund, besorgt zu sein", betonte Djokovic nun also. "Aber gleichzeitig muss ich die Umstände akzeptieren und versuchen, mich mit meiner Mannschaft zu arrangieren. Mein Physio- und Ärzteteam hat alles getan, damit ich jedes Spiel spielen kann." Jetzt gäbe es zwei Möglichkeiten, so der Serbe, weiterzumachen oder es sein zu lassen. Und für ihn komme natürlich nur erstere in Frage. "Ich werde versuchen, in ein paar Tagen gegen einen großartigen Spieler wie Dimitrov zu spielen und mich mit ihm zu messen."

Djokovic mit Erinnerungen an 2021 

Bereits 2021 hatte Djokovic bei den Australian Open - die der Serbe für sich entscheiden sollte - im Turnierverlauf mit Problemen zu kämpfen gehabt. Diese Erinnerungen kämen nun wieder in ihm hoch - auch, wenn die Verletzungen nicht vergleichbar seien. "Ich weiß nicht, wie mein Körper darauf reagieren wird. Ich hoffe auf das Beste. Ich hoffe auf ein positives Ergebnis. Ich nehme es von Tag zu Tag, von Spiel zu Spiel, und sehe, wie es läuft", so Djokovic. Das letzte Mal habe er sich durch gepusht - und das Turnier gewonnen. Diese Erinnerung soll Kraft geben. 

Im Interview mit Journalisten aus seinem Heimatland nutzte Djokovic schließlich die Gelegenheit, um etwas genauer auf die Geschehnisse am Platz einzugehen: "Heute wurden die Schmerzen im Laufe des Matches immer stärker, vor allem in der Mitte und am Ende des zweiten Satzes. Während dem Medical-Time-out bin ich nach draußen gegangen, habe den Verband gewechselt und Medikamente eingenommen. Die Tabletten begannen nach 20-30 Minuten zu wirken, so dass ich mich im dritten und vierten Satz besser bewegen konnte", so der Serbe. "Ich habe immer noch nicht alle Bälle so getroffen, wie ich es wollte, ich war nicht bei 100 %, und vor allem das Rutschen bereitet mir Probleme. Ich hatte bei vielen Schlägen Schmerzen, aber es waren erträgliche Schmerzen, mit Ausnahme einiger wirklich extremer Bälle und Positionen."
 

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