Australian Open: Daniil Medvedev richtet den Blick wieder nach ganz oben

Der Russe Daniil Medvedev spricht vor den Australian Open 2026 über sein neues Team, sein Spielgefühl – und den Glauben an weitere Grand-Slam-Titel.

von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet: 17.01.2026, 08:21 Uhr

Daniil Medvedev sieht sich wieder in der Lage Grand-Slam-Turniere zu gewinnen
© Getty Images

Es gab eine Phase, da wirkte Daniil Medvedev ein Stück weit verloren zwischen Experimenten, Erwartungen und einem Spiel, das er selbst nicht mehr gerne zu spielen schien. Umso klarer fällt nun seine Selbstanalyse aus. Vor den Australian Open 2026 präsentierte sich Daniil Medvedev selbstbewusst, ruhig und erstaunlich entschlossen - einen frischen Titel in Brisbane mit im Gepäck. Er habe wieder zu seiner besten Version gefunden, sagte der ehemalige Weltranglistenerste – zu jenem Tennis, das ihn einst ganz nach oben gebracht hat. Und er ließ keinen Zweifel daran, dass er sich erneut in der Lage sieht, die ganz großen Titel zu gewinnen, wenn er sein bestes Niveau abruft.

Melbourne fehlt noch

Ein wesentlicher Baustein dieser neuen Klarheit ist die Veränderung in seinem Umfeld. Medvedev erklärte, die intensive Vorbereitung mit seinem neuen Team habe ihm spürbar gutgetan, unabhängig davon, dass er zuletzt auch sportlich wieder erfolgreich war. Die Trennung von Langzeitcoach Gilles Cervara sei kein Bruch, sondern ein notwendiger Schritt gewesen. Er habe Trainer gesucht, die seinen Spielstil verstehen und nicht umformen wollen, sondern gezielt an Details arbeiten – etwa beim Aufschlag oder am Netz. Wenn man ehrlich ist, klingen diese Worte auch wie eine Abrechnung mit einer Phase, in der zu viel verändert wurde und sein Spiel immer mehr ins Chaos stürzte.

Dass Medvedev dabei wieder mit breiter Brust auftritt, zeigt sich auch im Umgang mit seinen Zielen. Er sei sich bewusst, dass er auf Topniveau wieder Grand-Slam-Turniere gewinnen könne, sagte er – ganz ohne Pathos. Gleichzeitig erlaubte er sich einen scherzhaften Blick auf eine kuriose Statistik: 22 Titel in 22 verschiedenen Städten stehen bereits in seiner Bilanz. Melbourne fehlt noch. Unterm Strich gehe es ihm aber weniger um neue Rekorde als um alte Gewissheiten – nämlich darum, wieder dort zu gewinnen, wo er es schon einmal geschafft hat. 

Hier das Programm für den Sonntag bei den Australian Open 2026

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Daniil Medwedew

von Stefan Bergmann

Samstag
17.01.2026, 14:30 Uhr
zuletzt bearbeitet: 17.01.2026, 08:21 Uhr

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