Australian Open: Das Major-Turnier setzt schon vor dem Start neue Maßstäbe

Ein absoluter Rekordbesuch beim Grand-Slam-Turnier in Melbourne ist 2026 in Sicht - dank erweiterter Eröffnungswoche und einem neuen Event-Konzept.

von Stefan Bergmann
zuletzt bearbeitet: 12.01.2026, 19:13 Uhr

Turnierdirektor Craig Tiley will die Australian Open als globales Tennis-Erlebnis positionieren
© Getty Images

Noch bevor der erste Ball im Hauptfeld geschlagen ist, sorgen die Australian Open schon für Schlagzeilen. Bereits am ersten Tag der Qualifikation strömten über 29.000 Zuschauer nach Melbourne Park – so viele wie nie zuvor zu diesem Zeitpunkt. Tennis Australia nutzt die sogenannte „Opening Week“ gezielt, um das Turnier über klassische Tennisgrenzen hinaus als Sommerfestival zu positionieren.

Tennis-Australia-CEO Craig Tiley spricht mit der Tageszeitung "The Gurardian" offen davon, den gesamten australischen Januar "in Besitz nehmen" zu wollen. Das Turnier sei längst kein zweiwöchiges Event mehr, sondern laufe nun über 21 Tage mit Sport, Unterhaltung und Erlebnisangeboten. Für internationale Fans wirke die Qualifikationswoche inzwischen eher wie ein offizieller Turnierauftakt als ein Nebenschauplatz, so Tiley – ein Eindruck, der sich auch in den Besucherzahlen widerspiegelt.

Ein globales Tennis-Erlebnis

Ein zentraler Baustein ist die massive Ausweitung des Rahmenprogramms. Neben Trainingssessions von Topstars gibt es Konzerte sowie neue Showformate. Dazu zählt der „One Point Slam“, eine mit einer Million australischen Dollar dotierte Exhibition, bei der Profis, Prominente und Amateurspieler aufeinandertreffen. Auch eine neue Eröffnungszeremonie mit Legende Roger Federer soll zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugen.

Die Strategie zahlt sich wirtschaftlich aus. Bereits im Vorjahr stieg der Jahresumsatz von Tennis Australia deutlich, und die Besucherzahlen in der "Opening Week" wuchsen stark. Tiley betont jedoch, es gehe nicht um Wachstum um jeden Preis, sondern um die Verbindung von Profi- und Breitensport. Internationale Verbände hätten bereits Interesse gezeigt, dieses Modell zu studieren.

Auch aus Sicht der Fans überzeugt das Konzept: Besucher aus Europa loben die Infrastruktur, die Nähe zu den Spielern und die klare Organisation – Aspekte, die das Turnier gerade für ein internationales Publikum attraktiv machen. Gleichzeitig weiß Tiley um die Herausforderungen steigender Auslastung und Hitze. Größere Schattenbereiche und neue Tribünenkonzepte sollen Abhilfe schaffen. Das Ziel bleibe klar: Die Australian Open sollen nicht nur ein Grand Slam sein, sondern ein globales Tennis-Erlebnis.

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von Stefan Bergmann

Montag
12.01.2026, 21:05 Uhr
zuletzt bearbeitet: 12.01.2026, 19:13 Uhr

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