Erbarmungsloser Novak Djokovic in nur 84 Minuten in die dritte Runde

Novak Djokovic hat in seinem Zweitrunden-Spiel bei den Australian Open lediglich fünf Games abgegeben.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 22.01.2015, 10:16 Uhr

2008, 2011, 2012 und 2013 hat er das Turnier bereits gewonnen. Und auch in diesem Jahr ist Novak Djokovic bei den Australian Open in Melbourne der Gejagte. Seiner Rolle als großer Favorit wird der Weltranglisten-Erste bislang auch voll und ganz gerecht. Nach seinem6:3,-6:2,-6:4-Auftaktsiegüber Chennai-FinalistAljaz Bedene(Slowenien) hat der 27-Jährige nun auch seine zweite Partie gewonnen, und das sogar noch klarer. Der topgesetzte Serbe fertigte am Donnerstag den RussenAndrey Kuznetsovin nur 84 Minuten mit 6:0, 6:1, 6:4 ab. In der dritten Runde wartet auf ihn damit am FreitagFernando Verdasco(Spanien/31).

„Schwierig, wenn man ihn in dieser Form antritt“

Djokovic präsentierte sich gegen Kuznetsov erbarmungslos – sogar ein Ehrengame verwehrte er seinem Gegner im ersten Satz bei 5:0 und 40:15 bei dessen Service. Im zweiten Durchgang nahm er diesem trotz abermals 40:15 und einem dritten Spielball gleich wieder den Aufschlag zum 2:0 ab. Drei Chancen aufs Doppelbreak ließ der „Djoker“ bei 3:0 aus, dieses holte er aber zum 5:1 nach. Im dritten Abschnitt machte er aus einem anfänglichen 0:2-Rückstand rasch ein 4:2 und blieb in weiterer Folge ungefährdet. Im ganzen Match verlor Djokovic lediglich zwölf Punkte bei eigenem Service. Kuznetsov kam nur zu einer Breakchance und zehn Winnern.

„Es ist schwierig, wenn man ihn in dieser Form antrifft“, zeigte sich Kuznetsov ratlos. „Sogar wenn du 40:0 hast, kannst du dir nicht sicher sein, dass du das Game gewinnen wirst. Er lässt einen für den letzten Punkt so hart arbeiten.“ Djokovic zeigte sich mit der Vorstellung freilich hochzufrieden: „Die ersten beiden Sätze sind definitiv großartig gewesen. Alles in allem habe ich mich an den Spielplan gehalten. An alles, was ich mir vorgenommen hatte, nahezu zu 100 Prozent, jede Sekunde meines Spiels – Aufschlag, Grundlinien-Spiel, aggressive Schläge und gute aggressive Returns“, freute er sich über den gelungenen Auftritt in der Rod Laver Arena.

Wawrinka, Nishikori und Ferrer mit mehr Mühe

Der siebenfache Grand-Slam-Gewinner hat seine nötige Form für den nächsten Coup offenbar also schon gefunden. Einige seiner härtesten Rivalen mussten weitaus mehr kämpfen. So etwa TitelverteidigerStan Wawrinka(Schweiz/4) beim 7:6 (4), 7:6 (4), 6:3 gegen den rumänischen QualifikantenMarius Copilund auch US-Open-FinalistKei Nishikori(Japan/5) beim 4:6, 7:5, 6:2, 7:6 (0) über den KroatenIvan Dodig. Nishikori hatte hierbei bei einem 3:5-Rückstand im vierten Satz auch Glück, nicht gar über die volle Distanz gehen zu müssen. Dies ersparte sich auchDavid Ferrer(Spanien/9) beim 5:7, 6:3, 6:4, 6:2 überSergiy Stakhovsky(Ukraine). Das spektakulärste Spiel des Tages botenJerzy JanowiczundGael Monfils(Frankreich/17) – der Pole setzte sich nach über drei Stunden Spielzeit mit 6:4, 1:6, 6:7 (3), 6:3, 6:3 und sorgte also für das Aus eines echten Showmans.

(Text: MaWa)

Hier die Ergebnisse von den Australian Open:Einzel,Doppel,Einzel-Qualifikation.

Hier der Spielplan.

von tennisnet.com

Donnerstag
22.01.2015, 10:16 Uhr