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Finanzspritze für die zweite Reihe

Bei den Australian Open soll das Preisgeld für die frühen Runden erhöht werden.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 02.12.2016, 00:00 Uhr

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Die Qualifikation für ein Grand-Slam-Turnier hat vor allem für die Spieler aus den Regionen um Weltranglistenplatz 100 immer auch einen interessanten finanziellen Aspekt: Wer es in alle vier Hauptfelder der Majors schafft, darf vor Steuern mit einer niedrigen sechsstelligen Summe planen, zumindest die Reisekosten des Jahres als erledigt betrachten. Die Diskrepanz zu den Summen, die von den Turniersiegern kassiert werden, ist dennoch unglaublich groß: Stan Wawrinka und Angelique Kerber erhielten für ihre Triumphe bei den US Open jeweils 3,5 Millionen US-Dollar, die Verlierer der ersten Runde 43.313 US-Dollar.

Zumindest in Australien soll Anfang kommenden Jahres nun ein erster Schritt gesetzt werden, um auch Profis aus der zweiten Reihe besser zu entlohnen, wie Turnier-Direktor Craig Tiley gegenüber der "Associated Press" erklärte. "Man darf eine Erhöhung erwarten. Um wie viel, werden wir in den nächsten ein, zwei Wochen bekanntgeben." Es sei geplant, vor allem das Preisgeld für die Qualifikation und die ersten beiden Runden zu erhöhen, denn, so Tiley: "Wir glauben, dass es eine größere Gruppe an Spielern und Spielerinnen geben sollte, die gutes Geld verdienen."

von Jens Huiber

Freitag
02.12.2016, 00:00 Uhr