Australian Open: Jannik Sinner taumelt nach Krämpfen ins Achtelfinale
Titelverteidiger Jannik Sinner hat bei den Australian Open 2026 mit großen körperlichen Problemen das Achtelfinale erreicht .
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
24.01.2026, 07:14 Uhr

Sinner gewann gegen US-Amerikaner Eliot Spizzirri mit 4:6, 6:3, 6:4 und 6:4 und wendete damit ein überraschendes frühes Aus ab.
Der Weltranglisten-85. Spizzirri spielte dabei stark - vor allem aber hatte Sinner aufgrund der hohen Temperaturen mit Krämpfen zu kämpfen. Im dritten Durchgang lag er bereits mit 1:3 zurück und stand womöglich kurz vor einer Aufgabe. Coach Darren Cahill gab hier die Ansage, den Satz im Zweifel laufen zu lassen und nur von einer Seite zur anderen zu trotten. Auch die Behandlungen des Physiotherapeuten halfen zunächst nicht.
Sinners Rettung: Die “Heat Rule”, aufgrund derer die Matches auf den Außenplätzen unterbrochen wurden - und in der Rod Laver Arena das Dach geschlossen wurde.
Die “Extreme Heat Policy” der Australian Open führte vor einigen Jahren zur Entwicklung von vier Werten, anhand derer man Matches unterbricht, solten sie ein bestimmtes Level erreichen. Ausschlaggebend sind die Sonnenstärke, die Temperatur im Schatten, die Luftfeuchtigkeit und die Windstärke.
Nach der kurzen Pause und unter geschlossenem Dach schien Sinner wie verwandelt, holte sich den dritten Durchgang und drehte auch einen 1:3-Rückstand im vierten Durchgang. Das Match dauerte 3 Stunden und 45 Minuten.
Sinner trifft nun auf Landsmann Luciano Darderi, der gegen Karen Khachanov mit 7:6 (5), 3:6, 6:3, 6:4 gewann.
Auch ein weiterer Italiener ist weiter: Lorenzo Musetti, die Nummer 5 der Welt, gewann gegen Tomas Machac mit 7:5, 4:6, 6:2, 5:7, 6:2. Auch Ben Shelton, der Weltranglisten-Achte, steht nach einem 6:4, 6:4, 7:6 (5) in der Runde der letzten 16.
Sinner hat öfters Probleme mit der Hitze
Es war nicht das erste Mal, dass Sinner große Probleme mit dem warmen, luftfeuchten Wetter in Melbourne hatte. Letztes Jahr beim Match gegen den Dänen Holger Rune taumelte er auch - fiel aber ebenso nicht.
“Ich habe körperlich gelitten heute”, gab Sinner nach Matchenede zu. “Das hat man ja gesehen." Die Krämpfe hätten "im Bein angefangen, gingen dann in den Arm weiter”, erklärte Sinner. Er sei aber sehr glücklich mit seiner Leistung. Und dankbar für die Unterstützung aus dem Publikum.
Sinner hat die Australian Open in den vergangenen beiden Jahren gewonnen, im Vorjahr mit einem Finalsieg über Alexander Zverev.
