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Mark Philippoussis – „Nick Kyrgios kann in Melbourne gewinnen“

Der Wimbledonfinalist von 2003 traut seinem australischen Landsmann den ganz großen Wurf zu, und warnt...

von Björn Walter
zuletzt bearbeitet: 26.11.2016, 00:00 Uhr

TOKYO, JAPAN - OCTOBER 09: Nick Kyrgios of Australia celebrates after winning the men's singles final match against David Goffin of Belgium on day seven of Rakuten Open 2016 at Ariake Colosseum on October 9, 2016 in Tokyo, Japan. (Photo by Chung Su...

Zwei Davis-Cup-Titel, zwei Grand-Slam-Finals und Platz acht als Karrierehöchstplatzierung - es gibt keinen Grund für Mark Philippoussis, nicht stolz auf seine Profilaufbahn zu sein. Dennoch musste sich der aufschlaggewaltige Australier in der Vergangenheit immer wieder anhören, dass er sein Potenzial nicht gänzlich ausgeschöpft habe. Ein Vorwurf, den auch Nachfolger Nick Kyrgios bestens kennt. Dem 21-jährigen Tennisrüpel gelang das zweifelhafte Kunststück, trotz drei Turniersiegen in dieser Saison vornehmlich mit Skandalen in Verbindung gebracht zu werden. Die sportlichen Qualitäten des Weltranglisten-13. sind für Philippoussis, abgesehen vom für ihn enttäuschenden "Lustlos-Eklat" in Shanghai, unstrittig. Demnach könne Kyrgios sogar die kommenden Australian Open gewinnen: "Er hat alles, was es braucht, um dort zu gewinnen", sagte der 40-Jährige gegenüber der "Australian Associated Press - AAP".

Schlagkraft und "Shotmaker"-Qualitäten seien jedoch nicht alles, so der frühere Serve-und-Volley-Spezialist: "Du blinzelst, er ist 26 Jahre alt, steht plötzlich nur noch zwischen Platz 20 und 30 in der Weltrangliste, und alles fragt sich: Was ist bloß aus dem geworden?" Deshalb gilt es, keine Zeit zu verplempern: "Was morgen passiert, ist nicht entscheidend - nur was heute ist, zählt." Wäre Philippoussis Kyrgios' Coach, würde er seinem jungen Landsmann raten, seine Persönlichkeit beizubehalten. Dennoch: "Er muss wissen, was er sich erlauben kann und was nicht." Ein Viertelfinale reiche nicht, damit darf er nicht glücklich sein. Der 1,96-Meter-Hüne schlägt stattdessen vor, sich an der aktuellen Nummer eins der Welt zu orientieren: "Es ist inspirierend. Andy Murray war immer talentiert und körperlich stark, aber er ist mental enorm gewachsen. Das ist es, was auch Nick braucht, eine stärkere Psyche."

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