Australian Open: Nur Björn Borg startete besser als Carlos Alcaraz
Carlos Alcaraz hat am Freitag sein 100. Match auf Grand-Slam-Ebene bestritten - und dabei seinen 87. Sieg eingefahren. Nur Björn Borg legte noch besser los als der Spanier.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
23.01.2026, 11:05 Uhr

Unter Umständen könnte Carlos Alcaraz in etwas mehr als einer Woche als jüngster Spieler aller Zeiten den Karriere-Grand-Slam komplettieren. Mit insgesamt sechs Major-Trophäen hat sich der 22-Jährige jedenfalls schon jetzt einen Platz in den Geschichtsbüchern des Tennissports gesichert. Und bei den vier größten Turnieren des Jahres gewaltige Spuren hinterlassen.
Am Freitag bestritt Alcaraz in der dritten Runde der Australian Open das bereits 100. Grand-Slam-Match seiner Karriere. Der ungefährdete Erfolg über Corentin Moutet war der 87. Erfolg, demgegenüber stehen nur 13 Niederlagen. Mit dieser Bilanz reiht sich Alcaraz in der ewigen Bestenliste auf Rang zwei ein.
Alcaraz übertrumpft die Big Three
Lediglich Björn Borg durfte in seinen ersten 100 Grand-Slam-Matches noch einmal öfter jubeln als Alcaraz und feierte 88 Siege. Hinter Alcaraz teilen sich John McEnroe und Rafael Nadal (je 86) den dritten Platz. Wesentlich seltener siegten indes Roger Federer (80) sowie Novak Djokovic (79). Alcaraz' Dauerkontrahent Jannik Sinner gewann in seinen ersten 100 Major-Partien 81-mal.
In Melbourne scheint dieser Tage alles auf ein neuerliches Endspiel zwischen Alcaraz und Sinner hinauszulaufen. Beide Spieler blieben bei den Australian Open bislang ohne Satzverlust und präsentierten sich dabei äußerst souverän. Während Alcaraz bereits im Achtelfinale steht, bestreitet Sinner erst am Samstag seine Drittrundenpartie gegen Eliot Spizzirri.
Alcaraz zeigte sich mit dem bisherigen Turnierverlauf nach seinem Erfolg über Moutet sehr zufrieden: “Ich glaube, mein Niveau wird immer besser.” Der erste richtige Test für den Weltranglistenersten könnte am Sonntag in Tommy Paul warten. Alcaraz kam bei den Australian Open noch nie über das Viertelfinale hinaus.
Das Einzel-Tableau in Melbourne
