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Australian Open: Roger Federer dank Sieg beim Jubiläum im Achtelfinale

Der Grand-Slam-Rekordsieger gab sich beim 6:2, 7:5, 6:2 in 1:28 Stunden gegen den 16 Jahre jüngeren Taylor Fritz (USA) keine Blöße und steht zum 63. Mal seit 2000 im Achtelfinale eins Major-Events.

Und Federer hat Alexander Zverev auf der Rechnung, wenn es um die heißesten Anwärter auf Grand-Slam-Titel 2019 geht. 

von Ulrike Weinrich aus Melbourne
zuletzt bearbeitet: 18.01.2019, 05:24 Uhr

Roger Federer feierte in Melbourne ein weiteres Jubiläum
© getty pictures
Roger Federer feierte in Melbourne ein weiteres Jubiläum

Einer von Federers Zwillingssöhnen hatte plötzlich einfach keine Lust mehr, dem berühmten Papa beim Brötchenverdienen zuzusehen. Unvorstellbar für den gemeinen Tennis-Fan.

Der vierjährige Lenny Federer aber beschäftigte sich ob der Überlegenheit des Daddys lieber mit Ivan Ljubicic und tätschelte dem Coach seines Vaters in der Box die Backen. Bis Mutter Mirka das Treiben stoppte.

Roger Federer bekam von den Spielereien seines Sohnemanns nichts mit. "Ich wusste gar nicht, dass er kommen würde", sagte der Schweizer über Lenny, seinen "Special Guest", wie er ihn später bezeichnete.

Und Lenny hätte einiges bestaunen können, wenn er denn auch zugeschaut hätte. Auf dem Weg zum angestrebten siebten Melbourne-Titel erledigte Federer Senior äußerst souverän seine Pflichtaufgabe gegen Fritz (21), den Weltranglisten-50. aus Kalifornien, der selbst schon Papa eines knapp zweijährigen Sohnes ist.

Und es war ein spezieller Sieg an besonderer Stätte. Zum 100. Mal spielte Federer (37) am Freitagmittag Ortszeit in der Rod Laver Arena. Alles andere als ein Erfolg des "Maestros" zum Jubiläum wäre einer mehr als faustdicken Überraschung gleichgekommen. Das Dach des Stadions war übrigens geschlossen, weil es immer wieder tröpfelte.

Mit einem Ass durch die Mitte holte sich der beim "Happy Slam" an Position drei gesetzte Federer Satz eins nach nur 20 Minuten. Das entscheidende Break im zweiten Durchgang gelang ihm zur rechten Zeit - zum 6:5. Und in Durchgang drei war nach zwei frühen Aufschlagverlusten von Fritz schon schnell alles klar.

Im Achtelfinale kommt es am Sonntag nun zum Duell mit Stefanos Tsitsipas. Der junge Grieche mit den blonden Locken, in Melbourne an Position 14 gesetzt, bezwang in der dritten Runde den Georgier Nikoloz Basilashvili (Nr. 19)  mit 6:3, 3:6, 7:6 (9:7), 6:4.

Und Federer freut sich auf das Duell: "Die junge Generation entwickelt sich toll. Sie klopfen auch auf der großen Bühne an die Tür. Aber sie brauchen natürlich noch Zeit", sagte er und warb um Geduld für die "NextGen".

Und Federer hat auch Alexander Zverev auf der Rechnung, wenn es um die aussichtsreichsten Anwärter auf die Major-Titel 2019 geht. "Ich denke, es ist legitim zu sagen, dass Sascha in diesem Jahr bei den Slams weit kommen kann. Vielleicht sogar hier schon. Wir werden sehen...", sagte der Schweizer.

Für Federer, den "Nachtschwärner", war es die zweite Ansetzung in der "Tages Session" in Folge. Allerdings: Die Temperaturen in Melbourne sind derzeit relativ verträglich. 

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