Australian Open: Wie sehr ist Novak Djokovic im Kopf von Carlos Alcaraz?
Gemäß der Papierform geht Carlos Alcaraz als Favorit in das morgige Endspiel der Australian Open 2026. Vom Gefühl her könnte aber vieles für Gegner Novak Djokovic sprechen.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
31.01.2026, 15:36 Uhr

Wer das Halbfinale der US Open 2025 noch vor Augen hat, der wird sich wohl an ein Match erinnern, in dem Novak Djokovic gegen Carlos Alcaraz zwar einmal ins Tiebreak kam. In dem der spätere Champion aus Spanien aber nie in Gefahr war, die Partie zu verlieren. Nun ist Djokovic noch ein halbes Jahr älter, Alcaraz dagegen ein halbes Jahr reifer.
Alles klar also für das Endspiel der Australian Open 2026? Von wegen.
Denn es sind mindestens zwei Begegnungen mit Novak Djokovic, die sich im Kopf von Carlos Alcaraz manifestiert haben dürften, die einen äußerst schmerzhaften Ausgang für „Carlitos“ genommen haben. Da wäre zunächst einmal das Endspiel bei den Olympischen Spielen in Paris 2024. Alcaraz wollte die Goldmedaille mit jeder Faser seines Körpers, aber Djokovic wollte sie noch mehr. Und gewann ein Match, in dem sein jüngerer Kontrahent viel mehr Chancen hatte. Bei den alles entscheidenden Punkten aber eben doch dem serbischen Großmeister den Vortritt lassen musste. Fast wie Jannik Sinner gestern im Halbfinale von Melbourne 2026.
Schmerzhafte Niederlage von Alcaraz gegen Djokovic
Apropos: Vor ziemlich genau einem Jahr waren sich Djokovic und Alcaraz bei den Australian Open ja auch schon gegenüber gestanden, damals im Viertelfinale. Und Alcaraz schien dieses Match ebenso unter Kontrolle zu haben wie eben erwähnter Sinner gestern. Dazu kamen körperliche Probleme bei Novak Djokovic, die ihn letztlich auch zur Aufgabe im Halbfinale gegen Alexander Zverev zwangen. Aber gegen Carlos Alcaraz schaffte Novak Djokovic ein fantastisches Comeback. Das hat Alcaraz mehr als nur gewurmt.
Und da ist dann auch noch die Rod Laver Arena und die Serie, die Novak Djokovic dort hingelegt hat. Zehn Endspiele hat der mittlerweile 38-Jährige dort erreicht, und davon allesamt gewonnen. Für Carlos Alcaraz dagegen wird es eine Premiere geben - mit der Chance, als jüngster Spieler der Tennisgeschichte den Karriere-Grand-Slam zu vervollständigen. Djokovic dagegen könnte sich mit seinem 25. Major-Triumph unsterblich machen.
Hier das Einzel-Tableau in Melbourne
