BMW Open: München ist bereit für Zverev und Co.
Morgen geht das ATP-Tour-500-Turnier in München los. Turnierchef Patrik Kuehnen und sein Team haben wieder ganze Arbeit geleistet.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
10.04.2026, 13:19 Uhr

Schon erstaunlich, wie viele Münchner nicht per se wissen, wo der „Doppelkegel“ zu finden ist. Den Autor dieser Zeilen mit eingeschlossen. Aber am heutigen Freitagvormittag haben dann doch all diejenigen hingefunden, die sich die letzten Updates vor Beginn der BMW Open 2026 holen wollten. Rede und Antwort standen dabei neben Vertretern des Hauptsponsors und der Veranstalter in erste Linie Turnierdirektor Patrik Kühnen und Jan-Lennard Struff.
Die Quintessenz aus sportlicher Sicht: Ein bisschen Schwund ist immer. Dass Taylor Fritz auch in diesem Jahr kurzfristig nicht nach München kommen würde, steht schon seit ein paar Tagen fest. Aktuell wäre es sogar eine Überraschung, wenn der US-Amerikaner in dieser Saison überhaupt auf Sand aufschlagen würde. Sein beleidigtes Knie braucht dringend eine Pause. Ebenfalls fehlen wird Jiri Lehecka, der Tscheche hat sich krankheitsbedingt bei Patrik Kühnen abgemeldet.
Was andererseits Yannick Hanfmann direkt ins Hauptfeld gespült hat. Die dadurch frei gewordenen Wildcard hat Turnierchef Kühnen dem jungen Belgier Alexander Blockx anvertraut.
Wildcard für Struff
Zum einen, weil sich nicht zwingend ein junger Deutscher aufdrängen würde (Justin Engel ist ja ohnehin mit einem Fixplatz im 32er-Raster bedacht werden). Zum anderen, weil es in München schon Tradition hat, aufstrebenden jungen Spielerin eine Chance zu geben. Das war 2014 bei Alexander Zverev so, in den darauffolgenden Jahren aber auch bei Casper Ruud und vor allem Holger Rune, der beim MTTC Iphitos ja sogar zweimal den Titel holen konnte.
Apropos Championships in München: 2024 hat Jan-Lennard Struff im Münchner Norden zugeschlagen, bei sehr einstelligen Temperaturen und im Endspiel gegen Taylor Fritz. Zwei Jahre später läuft es für den Routinier nicht so rund, für Patrik Kühnen war es dennoch eine Selbstverständlichkeit, Struff mit einer Wildcard zu unterstützen.
Morgen geht es mit der Qualifikation los, wer sich das live anschauen möchte, muss sich sputen. Denn wie im vergangenen Jahr sind die Aussichten, dass alle neun Turniertage ausverkauft sind, auch 2026 richtig gut. Ach, ja: Wer den „Doppelkegel“ sucht, der sollte die U3 Richtung Olympiazentrum nehmen und eben dort aussteigen.
