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Bundesliga: Titelverteidiger gewinnen dramatische Endspiele

Irdning und Linz holen wie im Vorjahr die Titel. Für die Herren von Mauthausen und die Damen von Gastgeber KLC bleibt am Ende der zweite Platz.

von PM
zuletzt bearbeitet: 12.09.2022, 14:25 Uhr

Die erfolgreichen Teilnehmer an den Österreichischen Staatsmeisterschaften
© GEPA Pictures
Die erfolgreichen Teilnehmer an den Österreichischen Staatsmeisterschaften

Eine spannende Saison in der österreichischen Bundesliga hat an diesem Sonntag beim Final Four beim Klagenfurter Leichtathletik Club ihren Höhepunkt erfahren. Nicht nur, weil die Endspiele bei Herren und Damen auf dem Programm standen, sondern ebenso aufgrund deren unglaublich dramatischen Verläufen. Die siegreichen Mannschaften waren jedoch letztlich exakt dieselben wie im Vorjahr: Denn die Herren des ATV Irdning und die Damen vonTeam OÖ haben am Ende eine erfolgreiche Titelverteidigung hingelegt.

Die Irdninger besiegten in einer Neuauflage des Vorjahresfinals  Mauthausen, nach einer bis zum letzten Ballwechsel völlig offenen Begegnung, mit 5:4. Die Linzerinnen schlugen die Gastgeberinnen des KLC nur vermeintlich klar mit 5:2, die Entscheidung fiel aber ebenso erst im Doppel, wo beide Partien im Match-Tiebreak an die Oberösterreicherinnen gingen.

Vier Meisterschaftsbälle abgewehrt - ein Novum

Der letzte Spieltag in der Saison 2022 in der Bundesliga hatte ungemein viel Klasse, Spannung und Dramatik zu bieten. Ganz besonders im Herrenfinale, das die wohl spannendste Finalentscheidung der Bundesliga-Geschichte verzeichnete. Aber der Reihe nach: Zunächst gingen gleich fünf der sechs Einzelbegegnungen ins Match Tiebreak, und an den Positionen 1, 2 und 4 glückten Mauthausen dabei drei überraschende Siege. Zum einen durch Alexander Erler, der sein Selbstvertrauen als frischgebackener Doppelsieger des ATP-Challengers in Tulln vom Samstag voll mitnahm und die frühere Nummer 39 und aktuelle Nummer 108 der Welt, den Deutschen Peter Gojowczyk, 6:3, 1:6, 10:7 bezwang.

Zum anderen durch den Ungarn Gergely Madarasz (ATP 442), der ÖTV-Davis-Cup-Spieler Dennis Novak 6:4, 3:6, 13:11 niederrang. An 4 unterlag der zweite Tulln-Doppelgewinner Lucas Miedler Ex-ATP-Top-50-Spieler Andreas Haider-Maurer 6:3, 4:6, 5:10. Die weiteren Matches gingen hingegen erwartungsgemäß an Irdning: Sebastian Ofner gewann gegen Gabriel Schmidt, der Deutsche Julian Lenz gegen Thomas Statzberger sowie Filip Misolic souverän gegen Dominic Weidinger.

Alle Dämme brechen

Damit stand es 3:3 nach den Einzeln. Die Entscheidung fiel letztlich im Zweierdoppel, wo Irdning mit den starken, deutschen ATP-Profis Gojowczyk/Lenz gegen Madarasz und Ex-Profi Weidinger klar zu favorisieren war. Ausgerechnet hier jedoch spielte sich das große Drama ab: „Wir waren ganz knapp dran, das zu verlieren“ erzählte Irdnings Teamkapitän Erich Reisinger. „Bei 5:9 im Match Tiebreak hatte Mauthausen vier Matchbälle, quasi vier Meisterbälle. Zu diesem Zeitpunkt habe ich schon fast nicht mehr daran geglaubt. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, und mit Unterstützung des Gegners, der zwei Auflagen bei Matchball vergeben hat, haben wir es noch gedreht. Das hat es so noch nie gegeben. Die Nerven sind blankgelegen“, schnaufte Reisinger nach dem unfassbaren Krimi durch. Mit
6:7, 7:6 und 12:10 hatten Gojowczyk/Lenz, bei ihrem zweiten Matchball, das bessere Ende für sich und den Club aus der Steiermark, darauf brachen alle Dämme.

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12.09.2022, 14:41 Uhr
zuletzt bearbeitet: 12.09.2022, 14:25 Uhr