Carlos Alcaraz: "Habe es zunächst nicht gut aufgenommen"

Carlos Alcaraz hat in Hamburg und Umag binnen zwei Wochen die ersten beiden Finalniederlagen seiner jungen Laufbahn einstecken müssen. Eine prägende Erfahrung. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 08.08.2022, 07:52 Uhr

Carlos Alcaraz hat seine letzten beiden ATP-Endspiele verloren geben müssen
Carlos Alcaraz hat seine letzten beiden ATP-Endspiele verloren geben müssen

Jaja, die Italiener, die machen Carlos Alcaraz im bisherigen Spieljahr 2022 das Leben schwer. Zunächst Matteo Berrettini bei den Australian Open, dann Jannik Sinner in Wimbledon und nun Lorenzo Musetti (Hamburg) und abermals Jannik Sinner (Umag): Gleich vier bedeutsame Spieler im Kalenderjahr 2022 musste Alcaraz gegen Spieler aus Italien verloren geben. Und seit wenigen Tagen zeichnen sich die Letztgenannten auch für die ersten beiden Finalniederlagen des jungen Spaniers verantwortlich. 

Aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen in Italien werde der Spanier dem Land in Zukunft zwar nicht völlig fernbleiben, erfreut zeigte sich Alcaraz aber nicht ob des einsetzenden Italiener-Fluchs: "Die Italiener haben in letzter Zeit ein paar Mal für Enttäuschungen gesorgt. Erst Berrettini, dann Musetti und zweimal Sinner. Sie sind alle sehr starke Spieler mit völlig unterschiedlichen Spieleigenschaften. Sie haben mir wirklich das Leben schwer gemacht", wurde der 19-Jährige bei Ubitennis zitiert. 

Sinner überrascht Alcaraz

Am meisten überrascht habe ihn dabei Jannik Sinner, der insbesondere in Umag auf eine äußerst aggressive Marschrichtung setzte: "Jannik hat mich überrascht: die Art und Weise, wie er auf dem Platz steht, und das Maß an Aggressivität, das er bei jedem Ballwechsel an den Tag legt. Auf dem Platz kämpfen wir gegeneinander, aber abseits des Platzes sind wir alle Freunde", so Alcaraz. 

Zunächst habe die Erfahrung eines verlorenen Endspiels aber dennoch negative Emotionen bei Alcaraz ausgelöst, wie dieser verrät: "Ich gebe zu, dass ich es zunächst nicht gut aufgenommen habe. Vielleicht habe ich es dramatischer erlebt, als ich es hätte tun sollen", so der Spanier. "Mit der Zeit und der Wiederholung der gleichen Erfahrung eine Woche später wurde mir klar, dass eine Niederlage manchmal gut für einen ist, weil man dadurch lernt, wie man reagieren muss. Man lernt, besser mit den Gefühlen umzugehen."

Alcaraz nicht wählerisch

Jetzt hat Alcaraz ohnedies bereits seinen Blick in Richtung Zukunft - und damit nach Nordamerika gerichtet, wo der Iberer ab Montag als Nummer zwei ins ATP-Masters-1000-Event von Montreal gehen wird: "Das Ziel ist, auf dem höchstmöglichen Niveau zu spielen und so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Und dann sind da noch die US Open: In New York will ich das schaffen, was mir bei den anderen Slams nicht gelungen ist, nämlich über das Viertelfinale hinauszukommen."

Überhaupt ist der 19-Jährige überzeugt, dass beim letzten Major-Event des Jahres mit ihm zu rechnen sein wird: "Ich bin ziemlich nah dran, denn ich habe das Viertelfinale erreicht. Bisher hat mir etwas gefehlt. vielleicht ein wenig Erfahrung in 3 von 5 Sätzen, aber ich bin nicht weit davon entfernt", so Alcaraz, der sich dann durchaus kämpferisch zeigte: "Ich habe keine Vorliebe dafür, welches Grand Slam ich als erstes gewinne. Ich bin nicht wählerisch, was Slam-Titel angeht!"

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von Michael Rothschädl

Montag
08.08.2022, 11:50 Uhr
zuletzt bearbeitet: 08.08.2022, 07:52 Uhr

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