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Carlos Alcaraz und der bestandene Stress-Test

Aufgrund des reduzierten Turnierprogramms vor den French Open wurde das gestrige Drittrunden-Match von Carlos Alcaraz gegen den gesetzten Sebastian Korda als ernsthafter Prüfstein eingestuft. Diesen jedoch meisterte der 21-jährige Spanier letztlich souverän.

von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet: 11.08.2024, 08:09 Uhr

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Mit dem Sieg gegen Sebastian Korda hat Carlos Alcaraz ein Statement im Turnier gesetzt.
© Getty Images
Mit dem Sieg gegen Sebastian Korda hat Carlos Alcaraz ein Statement im Turnier gesetzt.

Optimal schien die Vorbereitung für Carlos Alcaraz nicht zu sein auf dem Weg nach Roland Garros. Aufgrund einer Unterarmverletzung musste er auf die großen Sandplatz-Events wie in Barcelona, Monte Carlo und Rom verzichten. Lediglich in Madrid versuchte er es, musste sich dort aber im Viertelfinale dem späteren Champion Andrey Rublev geschlagen geben.

Hilfreich schien zumindest das Auftaktlos, das ihm den US-amerikanischen Lucky Loser JJ. Wolf bescherte, der es auf der roten Asche mit dem ehemaligen Weltranglistenersten wohl selbst in Bestform nicht annähernd aufnehmen kann. Somit stand zum Start ein glatter Dreisatz-Erfolg in den Büchern.

Etwas mehr, aber noch keine finalen Aufschlüsse über seine aktuelle Verfassung auf dem Court gab die Zweitrunden-Partie des zweifachen Grand-Slam-Champions gegen den Niederländer Jesper de Jong. Über die größten Strecken dominierte er die in vier Sätzen gewonnene Begegnung, zeigte aber mit dem verlorenen dritten Satz auch eine deutliche Schwächephase.

Endgültigen Aufschluss sollte nun das Aufeinandertreffen mit dem ersten gesetzten Spieler im Tableau bringen. Etwas Würze versprach die Partie auch, da der an Nr. 27 gesetzte US-Amerikaner Sebastian Korda den Spanier 2022 beim Masters-Turnier in Monte Carlo auf dem Sand-Belag in drei Sätzen niederringen konnte. Auch wenn die ersten beiden Sätze komplett auf Augenhöhe verliefen, setzte sich Alcaraz final dennoch klar in drei Sätzen durch, was auch die Statistik eindeutig belegt. Während er 38 Winner bei 27 unerzwungenen Fehlern ablieferte, stand die Bilanz bei seinem Gegenüber bei 20 Gewinnschlägen und 40 vermeidbaren Fehlern.

Schon vor seinem dritten Einzug in Folge in die zweite Woche beim Turnier in Roland Garros zeigte sich Alcaraz selbstbewusst: „Ich kenne meine Fähigkeiten. Ich weiß, dass Sebastian ein sehr guter Spieler ist, der den Ball sehr sauber trifft. Es ist schwierig, gegen ihn zu spielen und ich muss dabei sehr viel laufen. Aber ich weiß, wozu ich fähig bin und dann wird es auch für ihn richtig schwierig.“

Doch nach dem bestandenen Stress-Test ist bereits vor der nächsten Prüfung. Die nächste Herausforderung für die Nr. 3 des Turniers wartet in Person des an Position 21 geführten Felix Auger-Aliassime aus Kanada, der seine bislang starke Form auf dem rot-mehligen Geläuf mit dem Finaleinzug beim Masters-Turnier in Madrid untermauerte.

Hier das Einzel-Tableau aus Roland-Garros

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von Dietmar Kaspar

Sonntag
02.06.2024, 11:05 Uhr
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