Chardy kritisiert Sonderbehandlung von Djokovic, Thiem, Nadal

Jeremy Chardy, französischer Veteran auf der ATP-Tour, ist mit dem Plan von Tennis Australia, Novak Djokovic, Rafael Nadal und Dominic Thiem in Adelaide unterzubringen, nicht einverstanden.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 08.01.2021, 21:53 Uhr

Jeremy Chardy hätte da mal ein paar Fragen
© Getty Images
Jeremy Chardy hätte da mal ein paar Fragen

Jeremy Chardy ist im Moment beim ATP-Tour-250-Turnier in Antalya beschäftigt, im Achtelfinale trifft der routinierte Franzose auf Fabio Fognini. Der 33-Jährige liegt in der aktuellen Weltrangliste auf Position 72, hat beim Laver Cup zuletzt in Genf den Sparringpartner für Team Europe gegeben. Zwei seiner Mannschaftskamerade aus dem Herbst 2019 werden nun nach letztem Stand ihre Vorbereitung anders bestreiten als der Rest der ATP- (und auch der WTA-)Crew. Tennis Australia hat aufgrund der schwierigen Hotel-Situation nämlich dafür gesorgt, dass die jeweils drei ersten der Weltranglisten nicht in Melbourne, sondern in Adelaide in Quarantäne müssen. Oder dürfen. Zum Abschluss der Teilisolation sollen Novak Djokovic, Rafael Nadal und Dominic Thiem bzw. Ashleigh Barty, Naomi Osaka und Simona Halep am 29. und 30. Januar dann auch noch einen Schaukampf bestreiten.

Diese Pläne sind bei Jeremy Chardy nicht gut angekommen, wie er der L´Équipe verriet. "Diese Ankündigung für die Top Drei kommt komplett aus dem Nichts und ist ein wenig komisch, um es vorsichtig zu formulieren. Sie werden im Hotel von einem Fitnessstudio profitieren, können ihre Übungen machen. Und das wird nicht auf ihre Fünf-Stunden-Quote pro Tag angerechnet."

Chardy denkt an Medvedev und Federer

Und damit nicht genug - zumindest nach Ansicht von Chardy. "Sie werden in der Lage sein, rauszugehen. Es wird fast wie ein normales Leben sein. Und sie haben ohnehin schon viele Privilegien. Wenn sie von allem mehr machen können als wir, dann wird das nicht dieselbe Vorbereitung sein. Und das ist eigenartig für einen Sport, bei dem alle dieselben Voraussetzungen haben sollten."

Und Jeremy Chardy verschwendet sogar noch einen Gedanken an zwei ganz spezielle Spieler: Daniil Medvedev und den Maestro. "Wenn ich die Nummer vier der Welt wäre, ich wäre zerstört. Und was wäre passiert, wenn ´Rodreur` gekommen wäre?" Damit meint Chardy Roger Federer. Im Augenblick Weltranglisten-Fünfter. Und in Australien nicht dabei.

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