Coco Gauff fordert nach Racket-Gate mehr Privatsphäre
Nach ihrem Viertelfinal-Debakel bei den Australian Open 2026 gegen Elina Svitolina entlud sich der Frust bei Coco Gauff in den Katakomben in einer Zerstörungsarie ihres Schlägers, festgehalten von Kameras und weltweit gestreut via Social Media. In der anschließenden Pressekonferenz brachte die US-Amerikanerin den Wunsch nach mehr Privatsphäre in solchen Momenten zum Ausdruck.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
27.01.2026, 16:05 Uhr

Es war ein rabenschwarzer Tag für Coco Gauff in der Rod Laver Arena von Melbourne, an dem der US-Amerikanerin in ihrem Viertelfinale gegen die Ukrainerin Elina Svitolina so gut wie nichts gelingen wollte. In weniger als einer Stunde unterliefen der 21-Jährigen fünf Doppelfehler und insgesamt 26 unerzwungene Fehler ehe sie mit einem finalen 1:6, 2:6 den Weg in die Katakomben antreten musste.
Dort angekommen, musste der angestaute Frust über den desaströsen Auftritt der zweifachen Major-Siegerin erst einmal raus. Und so suchte sie sich eine vermeintlich sichtgeschützte, kleine Rampe aus, um ihre Wut durch eine Zerstörorgie ihres Schlägers abzubauen. Doch die Katakomben in der Rod Laver Arena sind mit Kameras so weitreichend ausgestattet, dass diese Szene nicht unbeobachtet blieb und das Video innerhalb kürzester Zeit in den sozialen Netzwerken viral ging.
Befragt auf der Pressekonferenz zu ihrer Frustaktion, mahnte die Weltranglisten-3. mehr Privatsphäre für die Spielerinnen in solchen Momenten an: „Ich habe versucht, irgendwohin zu gehen, wo keine Kameras sind. Ich habe da ein Problem mit solchen Übertragungen. Ich finde, bestimmte Momente – das gleiche ist Aryna passiert, nachdem ich gegen sie im Finale der US Open gespielt habe – müssen nicht übertragen werden.“
Bewusst ist sich die 11-fache WTA-Titelträgerin ihrer Vorbildrolle: „Ich habe mal im Achtelfinale oder Viertelfinale der French Open einen Schläger auf dem Platz zerstört und mir geschworen, das nie wieder dort zu tun, weil ich finde, dass das kein gutes Bild abgibt. Heute musste ich leider erfahren, dass der einzig private Platz für uns bei diesem Turnier die Umkleidekabine ist.“
Auf jeden Fall hat die US-amerikanische Billie-Jean-King-Cup-Spielerin mit einem weiteren Beispiel die Diskussion weiter befeuert, wo die mediale Nähe in den sozialen Netzwerken aufhören und die Privatsphäre der Spielerinnen beginnen soll.
