Coco Gauff in Rom: In Sachen Rafa Nadal nur halbwegs zitatsicher
Coco Gauff hat beim 1000er-Turnier in Rom einen gelungenen Auftakt gefeiert. Was das für Paris bedeutet? Will sie noch gar nicht wissen und hält sich an die Weisheiten von Rafael Nadal.
von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet:
09.05.2026, 09:04 Uhr

Es ist mittlerweile üblich, dass fast jedes Turnier “eine Vorbereitung auf…” sein soll. Konkret: auf die Grand Slams. Natürlich stellen sie die Höhepunkte des Tennisjahres dar. Dennoch darf man jedes andere Event durchaus gesondert betrachten - speziell die 1000er-Events sollten ohnehin ein besonderes Augenmerk der Akteure verdient haben.
Wie bedeutend denn die Ergebnisse dieser Tage in Rom in Sachen Vorbereitung auf Roland-Garros zählen würden, wurde Coco Gauff also nach ihrem 6:3, 6:4 gegen Tereza Valentova gefragt. “Natürlich wäre es toll, hier einen schönen Lauf hinzulegen, auch in Bezug auf Roland-Garros”, antwortete Gauff, ganz Profi. Aber: jedes Turniers fange neu an, und man kenne doch das Zitat von Rafa Nadal. “What happened in Madrid, happened in Madrid - and we are in Rome”, lachte Gauff. Womit sie natürlich recht hatte.
What happened?
Allerdings hat sie das Nadal-Zitat um einiges abgekürzt (von dessen spanischem Einschlag ganz zu schweigen).
Nadal hatte 2019, nach seinem dritten Halbfinal-Aus in Folge (Monte-Carlo, Barcelona, Madrid), so wunderbar trocken erklärt: “What happened in Monte-Carlo happened and what happened in Barcelona happened and what happened in Madrid happened. And here we are. We are in Rome.” (Hörts euch lieber an.)
Das Ergebnis übrigens: Nadal siegte in Rom und anschließend auch in Roland-Garros.
Ob Coco Gauff die Erinnerung an die Weisheit des Sandplatzkönigs hilft? Schön wär's. Denn der Sandplatzstart lief für die US-Amerikanerin bislang unrund, mit frühen Niederlagen beim Porsche Tennis Grand Prix und in Madrid. Allerdings sind wir ja nun in Rom. Und dort ging's für Gauff im Vorjahr bis ins Finale, bevor sie in Paris den Titel holte.
