Coco Gauff: War es wirklich nur dieses eine Spiel?
Nach ihrer Final-Niederlage gegen Aryna Sabalenka beim WTA-Tour-1000-Event in Miami hat sich Coco Gauff wie gewohnt selbstkritisch gezeigt.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
29.03.2026, 15:01 Uhr

Es ist ja immer wieder spannend, wie Tennisprofis ihre eigenen Matches analysieren, vor allem dann, wenn eine Partie verloren wurde. Dominic Thiem etwa konnte sich im Grunde an jeden einzelnen gespielten Ballwechsel erinnern (natürlich auch bei Siegen). Und so machen neutrale Beobachter oft andere Wendepunkte in Matches aus als die Beteiligten selbst.
Im Fall des Endspiels in Miami zwischen Aryna Sabalenka und Coco Gauff lässt sich allerdings ein Konsens zwischen der Wahrnehmung von außen und der Einschätzung der US-Amerikanerin kontaktieren: Der Aufschlagverlust gleich im ersten Spiel des dritten Satzes hat Coco Gauff letztlich den Titel gekostet.
Gauff lässt Sabalenka zu wenig laufen
„Am meisten bin ich von diesem ersten Spiel im dritten Satz enttäuscht, wo ich ein 30:0 hatte“, erklärte Gauff also in ihrer Pressekonferenz. „Da hatte ich das Momentum, nachdem ich ja gerade den zweiten Satz mit einem Break gewonnen hatte. Das wäre in jenem Moment ein wichtiger Spielgewinn gewesen, weil ich ja gemerkt habe, dass ich nicht viele Breaks bekomme, Aber ich habe sie eine Menge Bälle spielen lassen, dafür, wie stark ihr Aufschlag ist.“
Das ist einerseits völlig zutreffend. Andererseits hat Sky-Experte Philipp Kohlschreiber aber schon sehr früh in diesem Endspiel erklärt, worin das Hauptproblem bestand. Nämlich darin, dass Sabalenka diese vielen Bälle allesamt quasi aus dem Stand aus der Mitte des Platzes heraus spielen konnte.
Und so muss man auch objektiv festhalten, dass der Satzgewinn von Gauff weniger durch eigene brillante Punkte als vielmehr durch teilweise horrende Fehler von Sabalenka zustande gekommen war. Als es dann tatsächlich um den Turniersieg in Miami ging, fing sich die Weltranglisten-Erste aber schnell. Und dominierte dann den Entscheidungssatz fast nach Belieben.
