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David Ferrer offenbart Anekdote: "Alcaraz war 14 und ließ mich aus Respekt gewinnen"

Nach Carlos Alcaraz' Australian Open-Triumph überschlägt sich die Tennsiwelt wieder einmal mit Lobeshymnen. Der ehemalige Weltranglisten-Dritte David Ferrer ließ nun mit einer amüsanten Anekdote aus Alcaraz' Jugend aufhorchen.
 

von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet: 03.02.2026, 11:22 Uhr

© Getty Images
David Ferrer war vom jungen Alcaraz überwältigt.

„Als er 14 war, gehörte ich zu den Top 10, und Juan Carlos Ferrero sagte zu mir: ‚Hey, ich habe einen Spieler aus Murcia verpflichtet, und er ist unglaublich talentiert'", erzählte Ferrer im spanischen Fernsehen.

Er sei zunächst skeptisch gewesen, so Ferrer: "Ich antwortete: ‚Ich bin in Jávea, bring ihn rüber und lass ihn mit mir trainieren.‘ Ich war in meinen Trainingseinheiten sehr anspruchsvoll und sagte: ‚Verschwende nicht meine Zeit. Er ist 14, und ich will ernsthaftes Training; ich bin in der Saisonvorbereitung.‘ Ferrero sagte: ‚Nein, vertrau mir.‘".

Was dann passiert sei, habe ihn sprachlos gemacht, so der ehemalige Weltranglisten-Dritte. "Ich erinnere mich, wie ich ihn angetrieben habe. Wenn man sich aufwärmt und anfängt, den Ball hart zu schlagen, kann ein junger Spieler normalerweise nicht gegen einen Profi mithalten. Carlos spielt den ersten Ball zurück, den zweiten auch, und beim dritten beschleunigt er. Und man denkt… was ist das denn? Es verblüfft einen. Er war wie Rafa als Kind. Vierzehn Jahre alt.“

Der French Open-Finalist von 2013 habe es dann wirklich wissen wollen und den Jungspund zu einem Tiebreak herausgefordert. "Wir haben ein großartiges Tiebreak gespielt, das ich 10:8 gewonnen habe. Ich glaube aber, er hat mich gewinnen lassen, weil er kurz davor war, mich zu schlagen", so Ferrer in der Nachbetrachtung.

Das habe mit Alcaraz' Persönlichkeit zu tun, meint der heute 43-Jährige: "Ich denke, es war aus Respekt, denn er ist wie Rafa, kommt aber aus einer anderen Welt. Rafa ist aus Mallorca, er aus Murcia. Aber er ist ein unglaublicher Typ, nicht nur als Tennisspieler, sondern auch als Mensch. Sehr normal, sehr natürlich. Immer am Lächeln. Sehr zugänglich". 
 

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Dienstag
03.02.2026, 11:37 Uhr
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