Davis Cup: Jürgen Melzer - "Der Freitag kann kommen"
Vor Österreichs Davis-Cup-Duell mit Belgien hat sich Kapitän Jürgen Melzer betont zuversichtlich gezeigt. Der 45-Jährige erwartet im Wiener Prater eine ausgeglichene Angelegenheit – und will es mit seinem Team erneut nach Bologna schaffen.
von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet:
16.09.2026, 12:21 Uhr

Der Wiener Athletiksport Club präsentierte sich am Mittwoch schon einmal von seiner besten Seite. Unter strahlendem Sonnenschein trat Jürgen Melzer zwei Tage vor Beginn des Länderkampfs gegen Belgien vor die Presse – und gab sich betont optimistisch. “Der Freitag kann kommen”, berichtete Österreichs Davis-Cup-Kapitän von guten Trainingseinheiten. “Ich bin sehr zuversichtlich.”
Durch die Absagen von Belgiens Top-50-Assen Alexander Blockx und Raphael Collignon erwartet Melzer eine 50:50-Partie: “Jeder, der sich auskennt, kann eins und eins zusammenzählen und weiß, dass sich die Favoritenrolle natürlich ein bisschen verändert hat.” Mit dem Publikum im Rücken – bis zu 4000 Fans haben im provisorisch errichteten Rund Platz – und einer guten Leistung könne man es wie im Vorjahr zur Endrunde nach Bologna schaffen.

Angeführt wird das österreichische Team in Wien von Jurij Rodionov, der im rot-weiß-roten Dress in der Vergangenheit oftmals zur Höchstform auflief. “Auf Jurij kann man auf der Bank sehr gut Einfluss nehmen. Das ist der Riesenvorteil, den man hier bei Jurij hat”, erklärte Melzer. Mit zwei Siegen beim 3:2-Erfolg in Japan ermöglichte Rodionov das Heimspiel gegen die Belgier.
Melzer hat sich auf Nummer zwei festgelegt
Zuletzt erreichte Rodionov bei den US Open die zweite Runde. In der Qualifikation gewann der 27-Jährige dabei auch gegen Kimmer Coppejans, der bei den Gästen hinter Zizou Bergs die Nummer zwei geben könnte. Alternativ steht Belgiens Kapitän Steve Darcis im Einzel der Weltranglisten-164. Gauthier Onclin zur Verfügung. "Wäre ich er, würde ich in einer gewissen Art und Weise aufstellen“, beobachtete Melzer, den mit Darcis seit seiner Zeit als aktiver Spieler eine Freundschaft verbindet, im Training offenbar eine gewisse Tendenz hinsichtlich der gezeigten Leistungen.
Auf Österreichs zweiten Einzelspieler neben Rodionov hat sich Melzer bereits festgelegt. “In meinem Kopf gibt es schon eine Entscheidung”, beantwortete der einstige Weltklassespieler eine entsprechende Frage von tennisnet mit einem Lächeln. Öffentlich preisgeben wollte er diese freilich noch nicht. Und sie wird man erst bei der Auslosung am Donnerstag erfahren, ob Lukas Neumayer oder Joel Schwärzler den Vorzug erhält. Im Doppel deutet indes alles auf ein Duell zwischen Neil Oberleitner/Lucas Miedler und Sander Gille/Joran Vliegen hin.
