Davis Cup: Schleppt Meister Granollers seinen Partner Martinez auch zum Titel?
Marcel Granollers und Pedro Martinez haben beide bisherigen Partien bi der Endrunde des Davis Cups in Bologna für Spanien entscheiden. Was zum Großteil am famosen Granollers lag.
von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet:
23.11.2025, 10:57 Uhr

Kurzer Flashback zurück zu den US Open 2025 und da wiederum zum neu eingeführten Mixed-Wettbewerb. Den am Ende wer gewann? Genau: Die Titelverteidiger Sara Errani und Andrea Vavassori, zwei ausgewiesene Spezialisten im Paarlauf. Der Unterschied zu den anderen Teams war teilweise frappant: was die Positionierung am Netz anbelangt etwa. Da hatten die bunt zusammen gewürfelten Paare fast keine Chance, das italienische Du zu knacken.
In Bologna andererseits haben sich ziemlich viele Experten getroffen. Aber auch da waren Unterschiede auszumachen. So wie etwa gestern am frühen Abend im entscheidenden Match zwischen Deutschland und Spanien. Da standen sich also Kevin Krawietz und Tim Pütz auf der einen und Marcel Granollers und Pedro Martinez auf der anderen Seite gegenüber. Nun ist Martinez im Doppel kein unbeschriebenes Blatt, 2022 konnte er in Kitzbühel an der Seite von Lorenzo Sonego den Titel bei den Generali Open holen. Aber dass die Spanier mit ihm als eindeutiger Schwachstelle tatsächlich ins Finale eingezogen sind, das ist in allererster Linie Marcel Granollers zu verdanken (und ein paar wenigen unglücklichen Aktionen von „KraPütz“ im dritten Satz).
Krawietz und Pütz spielen nur Martinez an
Martinez hegt ja auch im Einzel noch Ambitionen, liegt dort in den aktuellen ATP-Charts auf Position 95. Damit haben Granollers, Krawietz und Pütz längst abgeschlossen (bzw. gar nie so richtig begonnen). Und währen das Netzspiel der anderen drei Akteure in der Regel brillant war, schaffte es Pedro Martinez mit Ausnahme der Überkopfbälle einfach nicht, die Bälle wegzuspielen. Weswegen ihn Krawietz und Pütz auch massiert angespielt haben.
Aber ab und zu durfte eben auch Meister Granollers ran. Der dann ja nach Abwehr eines allerletzten Breakballs auch noch ausservierte.
Martinez und Granollers haben schon die Auftaktpartie gegen die Tschechische Republik denkbar knapp gegen Tomas Machac und Jakub Mensik entschieden, vielleicht müssen sie heute wieder ran. Und das ist vielleicht die spannendste Frage des Tages: Wer hat den Vorteil, sollte es zu einem Doppel kommen - die ausgeruhten Simone Bolelli und, ja, Andrea Vavassori? Oder die doch die Spanier mit dem überragenden Marcel Granollers?
