Severin Lüthi – „Ich werde mit Roger noch drei Jahre beschäftigt sein“

Der Kapitän der Schweizer Davis-Cup-Mannschaft weiß noch nicht, ob er Teamchef bleiben will. Die Zukunft des „Maestros“ hat offenbar Vorrang.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 20.09.2016, 13:37 Uhr

LONDON, ENGLAND - JULY 07: Roger Federer of Switzerland and his trainer Severin Luthi look on during practice on day ten of the Wimbledon Lawn Tennis Championships at the All England Lawn Tennis and Croquet Club on July 7, 2016 in London, England. ...

Davis-Cup-Kapitän oder Trainer vonRoger Federer– diese Frage beantwortete Severin Lüthi in den vergangenen elf Jahren stets mit sowohl als auch. Das Modell „Jobsharing“ könnte jedoch bald der Vergangenheit angehören. Nach dem hart erkämpften Klassenerhalt in Usbekistan –die Schweiz sicherte auch ohne das Mitwirken von Roger Federer, Stan Wawrinka und Marco Chiudinelli den Verbleib in der Weltgruppe– wusste Lüthi noch nicht, ob er als Kapitän weitermachen will. Die Belastung sei extrem hoch, sagte der 40-Jährige gegenüber Schweizer Medien: „Ich muss mir das gut überlegen, denn ich werde mit Roger wohl noch zwei bis drei Jahre intensiv beschäftigt sein.“

„Ich habe seit Jahren keinen Vertrag“

Bereits Ende August hatte der gebürtige Berner über Federers Zukunftspläne gesprochen und den „Maestro“-Fans weltweit Hoffnung gemacht. Demnach sei es möglich, dass sein Schützling bis ins Jahr 2019 Teil der aktiven Tennisszene bleiben könnte. Offenbar will sich Lüthi zukünftig noch intensiver um die Belange des früheren Weltranglisten-Ersten kümmern. Vertragliche Konflikte mit Swiss Tennis seien jedenfalls nicht zu erwarten, merkte Lüthi lachend an: „Ich habe seit Jahren keinen Vertrag unterschrieben.“

Allerdings könnte sich der Federer-Intimus vorstellen, statt Kapitän eine andere Rolle zu übernehmen. Für den Schweizer Tennisverband wäre es ein großer Verlust, sollte Lüthi sein Fachwissen zukünftig nicht mehr einbringen, bemerkte Swiss-Tennis-Präsident René Stammbach. So gilt der smarte Thuner als unverzichtbarer Förderer der nächsten eidgenössischen Tennisgeneration. Spezielle Freude hatte Lüthi am Davis-Cup-Debüt vonAntoine Bellier, „dessen Verhalten hervorragend war.“ Der 19-Jährige gewann das alles entscheidende Einzel in Taschkent und unterstrich seinen Rufals eines der größten Nachwuchstalente der Schweiz.

von tennisnet.com

Dienstag
20.09.2016, 13:37 Uhr