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Dayana Yastremska stellt sich hinter Djokovics Adria Tour: "Es ist ekelhaft zu sehen, was Novak durchmacht"

Dayana Yastremska hat sich auf Instagram zu den Entwicklungen rund um Novak Djokovics Adria Tour geäußert und stellt sich damit zumindest in Teilen hinter die Veranstaltung, die in einen Skandal ausuferte. 

von Michael Rothschädl
zuletzt bearbeitet: 26.06.2020, 16:30 Uhr

Dayana Yastremska stellt sich mit einem Instagram-Posting hinter Novak Djokovic
Dayana Yastremska stellt sich mit einem Instagram-Posting hinter Novak Djokovic

Die Reaktionen auf die positiven COVID-19-Tests am Rande der zweiten Station der Adria Tour, die von Novak Djokovic ins Leben gerufen wurde, sie waren äußerst kritisch. Vor allem dem Branchenprimus wurde fahrlässiges Verhalten vorgeworfen, "rücksichtslos" gegenüber der Wiederaufnahme der ATP Tour habe sich der Serbe verhalten. Während die Kritiker naturgemäß überwogen, stellten sich alsbald einige Wegbegleiter hinter den 17-fachen Grand-Slam-Champion. 

In die selbe Kerbe wie etwa Niki Pilic oder Goran Ivenisevic schlägt nun auch Dayana Yastremska, die sich in einem Instagram-Posting an ihre Fans wendet und sich zu den Ereignissen in Belgrad und Zadar äußerte. "Die Organisatoren und Spieler der Veranstaltung sahen sich einem enormen Druck ausgesetzt. Irgendwie gerät es sogar aus dem Blick, dass dieser Wettbewerb in Übereinstimmung mit den Normen und Vorschriften des Landes durchgeführt wurde. Wenn ich die Gelegenheit gehabt hätte, ein solches Turnier auszurichten, hätte ich keine Sekunde gezögert", so die Weltranglisten-25. 

"Ekelhaft und widerlich zu sehen, was Novak durchmacht"

Yastremska sei, "betroffen und bestürzt über die Situation, die sich um die Organisation des Turniers "Adria Tour" in Serbien entwickelt hat", so die 20-Jährige auf Instagram. Dass nun Novak Djokovic mit dermaßen vehementer Kritik konfrontiert ist, schockiert die Ukrainierin. "Es ist ekelhaft und widerlich zu sehen, was Novak durchmacht. Die ganze Schuld wurde der Person in die Schuhe geschoben, die den Menschen einfach nur Freude und positive Emotionen bringen wollte", so Yastremska. 

Es werde nun vollkommen vergessen, was der Branchenprimus alles für den Kampf gegen das Virus getan habe, mit seiner Stiftung hat der Serbe nämlich über eine Million US Dollar für die Bekämpfung des Virus gespendet. "Ich bin sicher, dass die Gastgeber des Turniers dieses ganze Durcheinander nicht gewollt haben, aber es ist geschehen", so Yastremska weiter. Ihr Statement schließt die Ukrainerin mit einigen unterstützenden Worten an Novak Djokovic: "Ich möchte Novak, seiner Familie und seinem Team eine baldige Genesung wünschen! Novak, du hast eine tolle Seele, und du bist ein großartiger Mann!"

Fakt ist, dass es im Zuge der Adria Tour zu teils keinerlei Schutzmaßnahmen gekommen ist, Umarmungen, Handshakes und Vollkontakt-Sport wie Fußball oder Basketball stand in den Turnieren der Balkanstaaten auf der Tagesordnung. Gedeckt wurden jene Aktionen aber von den Regulativen in den beiden Austragungsstaaten, von Seiten der Organisatoren wird immer betont, sich an die nationalen Regeln gehalten zu haben. Dass diese Regeln in einem internationalen Sport wie dem Tennis nicht für einen Schutz vor COVID-19 ausreichen, sollte die Adria Tour aber allenfalls gezeigt haben. 

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27.06.2020, 10:30 Uhr
zuletzt bearbeitet: 26.06.2020, 16:30 Uhr

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