"Denke nicht, dass der Tennissport etwas mit ihren Werten gemeinsam hat" - Auch Andy Murray für Umbenennung der Margaret-Court-Arena

Mit Andy Murray spricht sich nun ein weiterer prominenter Name des Tennissports für eine Umbenennung der Margaret-Court-Arena aus. Die Australierin wurde in den letzten Jahren immer wieder für ihre fragwürdigen Aussagen unter anderem gegenüber der LGBT-Bewegung kritisiert.

von SID/tennisnet
zuletzt bearbeitet: 17.09.2020, 13:00 Uhr

Auch Andy Murray spricht sich für eine Namensänderung der Margaret-Court-Arena aus
Auch Andy Murray spricht sich für eine Namensänderung der Margaret-Court-Arena aus

Der dreimalige Grand-Slam-Sieger Andy Murray hat sich als weiterer prominenter Tennisprofi für eine Umbenennung der Margaret-Court-Arena in Melbourne ausgesprochen. "Ich denke nicht, dass der Tennissport etwas mit den Werten von Margaret Court gemeinsam hat", sagte der frühere Weltranglisten-Erste aus Schottland: "Sie hat viele Menschen in den vergangenen Jahren attackiert und verärgert. Mit Blick auf die Arena denke ich, dass eine Namensänderung ins Auge gefasst werden sollte."

Die australische Grand-Slam-Rekordsiegerin Court (24 Titel), mittlerweile Pastorin einer evangelikalen Gemeinde im westaustralischen Perth, hat in den vergangenen Jahren mit Hasstiraden gegen die LGBT-Bewegung (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender) für Aufsehen gesorgt. Zudem lobte die 78-Jährige das frühere Apartheid-System in Südafrika.

Auch McEnroe und Navratilova gehen auf Konfrontationskurs

Martina Navratilova bezeichnete Court daraufhin als homophobe Rassistin. John McEnroe warf Court vor, "uns ins tiefste Mittelalter" versetzen zu wollen. Beide gehören auch zu denjenigen, die eine Namensänderung der Arena bei den Australian Open fordern. Die gleiche Ansicht vertritt auch Billie Jean King, die bereits 2018 betonte: "Wenn etwas deinen Namen trägt, musst du offen sein und jeden empfangen wollen. Es hat mich tief getroffen, was sie für abwertende Dinge gegenüber meiner Gemeinde geäußert hat. Ich glaube, die Arena sollte nicht mehr ihren Namen tragen." 

Bereits Anfang des Jahres wurden rund um die Person Margaret Court Diskussionen laut. Bei den Australian Open wurde die Grand-Slam-Rekordsiegerin zwar anlässlich ihres 50-jährigen Grand-Slam-Jubliäums willkommen geheißen, gefeiert werde sie aber nicht, wie Tennis Australia damals betonte. "Tennis Australia respektiert Margarets unübertroffene Tenniskarriere und heißt sie bei den Australian Open willkommen, vor allem in diesem meilensteinträchtigen Jubiläumsjahr. Wie schon oft gesagt, stimmt Tennis Australia mit den persönlichen Ansichten von Margaret nicht überein. Sie passen nicht zu unseren Werten von Gleichheit, Diversität und Inklusion. Unser Sport heißt jeden willkommen, egal, welches Geschlecht, Rasse, Religion oder Sexualität er hat.“

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17.09.2020, 13:00 Uhr
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