Der erstaunliche Herr Norrie - doch noch eine Chance auf Turin?

Mit seinem Halbfinal-Einzug beim ATP-Masters-1000-Event in Indian Wells hat sich Cameron Norrie plötzlich doch noch eine Chance auf eine Teilnahme bei den ATP Finals in Turin erarbeitet.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 15.10.2021, 07:45 Uhr

Cameron Norrie spielt in Indian Wells groß auf
© Getty Images
Cameron Norrie spielt in Indian Wells groß auf

Eigentlich war das ATP-Masters-1000-Turnier ja auch dafür gedacht, dass etwa ein Jannik Sinner einen großen Push in Richtung Teilnahme bei den ATP Finals in Turin unternimmt. Und dass Sinners Landsmann Matteo Berrettini den letzten entscheidenden Schritt macht. Für die beiden Italiener ist es nicht rund gelaufen, Berrettini hat im Laufe der Saison wohl genügend Punkte gesammelt, dass es auch so reicht.

Nicht ganz neu, aber doch wieder überraschend in der Verlosung: Cameron Norrie. Der Brite steht in Indian Wells nach seinem überlegenen Sieg gegen Diego Schwartzman schon im Halbfinale, hat damit 360 Punkte sicher. Die natürlich reichen noch lange nicht, um wirklich mit einem Ticket für Turin spekulieren zu können. Andererseits: Zwei Matchsiege noch und Norrie kratzt an der 3000-Punkte-Marke. Und könnte mit einem weiteren guten Abschneiden vor allem in Paris-Bercy seine Premiere bei den Finals klar machen.

Norrie zum zweiten Mal gegen Dimitrov

Unverdient wäre dies keineswegs - auch wenn Norrie gerade bei den Majors Punkte liegen gelassen hat. Vor allem zuletzt bei den US Open, wo er schon in Runde eins gegen Carlos Alcaraz ausschied. Wie übrigens auch davor bei den 1000ern in Cincinnati (gegen John Isner) und Toronto (gegen Karen Khachanov). In Wimbledon wurde Cameron Norrie zum vorletzten Opfer von Roger Federer, bevor dieser im Viertelfinale gegen Hubert Hurkacz ausschied. Jenen Hurkacz, mit dem es Norrie in Indian Wells eigentlich in der Vorschlussrunde zu tun hätte bekommen sollen. Grigor Dimitrov machte dem Polen am Donnerstag einen Strich durch die Rechnung.

Einen Turniersieg hat Norriein der laufenden Saison geholt (in Los Cabos), dazu ein paar herausragende Ergebnisse geliefert. Wie den Erfolg gegen Dominic Thiem auf der Asche von Lyon. Dazu kommen Finalteilnahmen in Estoril, eben Lyon, dem Londoner Queen´s Club und zuletzt in San Diego. Unglaublich fast, dass Norrie in Rom noch durch die Qualifikation musste.

Gegen Dimitrov hat Norrie bislang einmal gespielt, konnte sich in Miami mit 7:5 und 7:5 durchsetzen. Der Bulgare hat bei den ATP Finals ja schon einmal seine Marke hinterlassen: 2017 gewann Dimitrov in London, nach seiner besten Saison. Sollte Norrie in Indian Wells tatsächlich zuschlagen, könnte er sich die Chance erarbeiten, in die Fußstapfen von Dimitrov zu treten.

Hier der aktuelle Stand im Race to Turin

Hier das Einzel-Tableau in Indian Wells

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