Peya triumphiert mit Soares in Montreal

Der heimische und der südamerikanische Doppelspezialist krönten in Kanada nun ihre bisher so erfolgreiche Zusammenarbeit.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 11.08.2013, 19:56 Uhr

(Das Foto zeigt von links nach rechts: Colin Fleming, Andy Murray, Alexander Peya, Bruno Soares)

Zwei Grand-Slam-Halbfinals (Wimbledon 2011, French Open 2013) und acht ATP-Titel hatte er im Doppel bereits davor zu Buche stehen. Doch nun hat Alexander Peya den wohl größten Erfolg in seiner Karriere gefeiert. Der Wiener hat am Sonntagabend (nach MESZ) mit seinem brasilianischen Standardpartner Bruno Soares den Rogers Cup in Montreal (2.887.085 Dollar Preisgeld, Hardcourt) und damit also erstmals ein ATP-Masters-1000-Turnier gewonnen. Das auf drei gereihte Duo setzte sich im Endspiel gegen die Briten Colin Fleming und den Einzel-Weltranglisten-Zweiten Andy Murray nach 92 Minuten Spielzeit mit 6:4, 7:6 (4) durch.

Peya schreibt österreichische Geschichte

Peya/Soares kassieren für ihren Erfolg je 84.750 Dollar Preisgeld und 1000 ATP-Punkte, mit denen die beiden am Montag in der Doppel-Weltrangliste die Plätze drei und vier einnehmen werden. Peya verbessert damit zugleich auch sein aktuelles Career High von Rang sechs, mit diesem hatte er gemeinsam mit Julian Knowle und Jürgen Melzer die bisher beste Platzierung eines Österreichers überhaupt innegehabt. Ein Turnier dieser Kategorie zu gewinnen, das war aus rot-weiß-roter Sicht allem Anschein nach bislang bloß Melzer in Shanghai 2010 mit dem Inder Leander Paes gelungen. Peya hatte mit Soares heuer im Mai schon das Madrid-Endspiel erreicht, im zweiten Anlauf ordnete er sich nun auch in eine Reihe mit Melzer ein.

Nach klarer Führung Satzball abwehren müssen

Das Finale gegen Fleming/Murray dominierten Peya/Soares lange Zeit. Im ersten Satz reichte ein Break zum 3:2 – davor und danach vergaben sie zudem insgesamt drei weitere Breakbälle. Im zweiten Durchgang hielten sie ein gleich im ersten Game zu null gewonnenes Returnspiel bis zum 4:3 (bis dahin gab es noch je eine weitere Breakchance auf beiden Seiten), ehe es das Rebreak setzte und Peya/Soares bei 4:5 sogar einen Satzball abwehren mussten. Die beiden durchtauchten jedoch diese brenzlige Situation, verschafften sich später im Tiebreak mit den Minibreaks zum 3:1 und 6:2 eine klare Führung – und nützten am Ende den dritten Matchball.

„Wir sind gut am Ball geblieben“

„Wir haben in Summe ein solides Match gespielt“, meinte Peya nach dem Erfolg. „Wir haben Mitte des zweiten Satzes und als wir dem Ende nahe kamen ein bisschen Mühe gehabt. Aber ich denke, wir sind gut am Ball geblieben und haben alles in allem ein gutes Match gespielt.“ Auch bei Soares war die Freude groß: „Es fühlt sich sehr gut an. Das war unser zweites Finale bei einem Masters-Event. Es waren harte Bedingungen und harte Gegner. Wir haben ein solides Match gespielt und wir sind sehr glücklich über den Sieg.“ Die beiden reisen nun voller Selbstvertrauen zum nächsten ATP-Masters-1000-Turnier in Cincinnati (3.079.555 Dollar Preisgeld, Hardcourt). Im US-Bundesstaat Ohio sind die beiden auf drei gesetzt und haben zum Auftakt ein Freilos.(Text: MaWa; Foto: GEPA pictures)

Hier die aktuellen Ergebnisse aus Montreal:Qualifikation,Hauptbewerb,Doppel.

Hier der aktuelle Spielplan.

Hier die aktuellen Ergebnisse aus Cincinnati:Qualifikation,Hauptbewerb,Doppel.

Hier der aktuelle Spielplan.

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Sonntag
11.08.2013, 19:56 Uhr