Der Plan für den Spielerfonds steht - Unterstützung bis Platz 500

Der Fonds für schlechter klassierte SpielerInnen in den Tennis-Weltranglisten nimmt Formen an. Von der ursprünglichen Idee gibt es doch einige Abweichungen.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 18.05.2020, 19:44 Uhr

Aleksandra Krunic sitzt im Spielerinnenrat der WTA
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Aleksandra Krunic sitzt im Spielerinnenrat der WTA

Eines gleich vorweg: Sollten die Informationen, die das Portal opencourt.ca in Erfahrung gebracht haben will, stimmen, dann werden die Auszahlungen aus dem auf Anregung von Novak Djokovic geschaffenen Spielerfonds bei Frauen und Männern unterschiedlich gehandhabt. Und die WTA-Spielerinnen steigen dabei besser aus als ihre Kollegen von der ATP-Tour. Allerdings nicht alle: Denn vom ursprünglichen Plan, dass Profis bis zu Platz 700 in den Charts Unterstützung erhalten sollen, wurde abgerückt. Nunmehr sollen die Nummern 500 die obere Grenze bilden, Unterstützung bekommen die Profis ab Platz 101.

Wobei es auch hier zur natürlichen sportlichen Selektion kommen sollte, denn: Maximal kann eine Spielerin auf der WTA-Tour 10.400.- US Dollar als Unterstützung bekommen. Dazu müsste die betreffende Athletin allerdings zwischen März 2019 und März 2020 ein Minimum von sechs Turnieren auf der WTA-Tour bestritten haben, davon mindestens ein Grand-Slam-Event. Die aktuelle Nummer 500, Sada Nahimana aus Burundi, erfüllt diese Kriterien wie alle anderen Profis in ihrem Umfeld natürlich nicht. Nahimana hat in den vergangenen zwölf Monaten Turniere mit maximal 25.000.- US Dollar auf der ITF-Tour bestritten.

Krunic - Unterstützung nur für Grand-Slam-Spieler

Andererseits: Aus dem Raster würden nur Spielerinnen fallen, die während der letzten zwölf Monate mindestens 350.000.- US Dollar an Preisgeld verdient haben bzw. kumuliert 1,4 Millionen US Dollar über die jüngsten vier Jahre. Eben diese Spielerinnen sollten aber ohnehin keine großen finanziellen Sorgen haben.

Die ursprüngliche Idee, Profis bis Platz 700 zu unterstützen, wurde laut Aleksandra Krunic im WTA-Spielerrat einstimmig abgelehnt. Nachdem das meiste Geld von den Grand-Slam-Turnieren komme, wolle man auch nur (potenzielle) Grand-Slam-Spieler unterstützen. Die Beiträge der ATP und der WTA könnten noch für Diskussionen sorgen: Beide Organisationen stellen nämlich nur etwa ein Fünftel dessen für den Spielerfonds zur Verfügung, was sie als Subvention selbst erhalten.

Während bei den Frauen die Doppelspielerinnen (bis Platz 175) denselben Betrag abrufen können wie die im Einzel klassierten, sieht der ATP-Vorschlag für die Paarläufer (bis Platz 200) nur die Hälfte (2.165.- US Dollar) des für Single-Spieler (4.325.- US Dollar) bereitgestellten Betrages vor. Bei den Männern liegen die Einkommensschwellen bei 250.000.- US Dollar während des letzten und einer Million US Dollar während der letzten vier Jahre.

Anzumerken ist allerdings, dass die ATP ihren Challenger-Spielern ohnehin einen Reisekostenzuschuss von bis zu 4.000.- US Dollar pro Jahr zukommen lässt.

Für Tennisprofis, die in den aktuellen Weltranglisten zwischen den Rängen 501 und 700 klassiert sind, soll dem Vernehmen nach ein Unterstützungsplan der ITF in Arbeit sein.

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18.05.2020, 19:55 Uhr
zuletzt bearbeitet: 18.05.2020, 19:44 Uhr