Die "Big 3" sind Geschichte – hochleben die "Big 3"!

Was hat die Tennis-Welt Sorge gehabt, nachdem das Trio Federer-Nadal-Djokovic immer seltener gemeinsam auf Turnieren zu sehen war. Nicht reproduzierbarer Glanz schien der Tour abhanden zu kommen. Von wegen: Es gibt eine neue "Big 3" – Medvedev, Alcaraz und Sinner. Und diese "Big 3" funktionieren nach genau der gleichen Logik und Dramaturgie wie ihre berühmten Vorgänger.

von Daniel Müksch
zuletzt bearbeitet: 02.04.2023, 23:28 Uhr

Es gibt wenig, dass Profisportler – egal aus welcher Disziplin – mehr abschreckt und nervt wie Vergleiche mit Kollegen und Kolleginnen aus der Vergangenheit. Aber für Fans, Beobachter und Experten gibt es kaum einen schöneren Zeitvertreib. So lässt sich vortrefflich über Generationen hinweg diskutieren, bisweilen auch streiten, und Sport soll ja schließlich Menschen zusammenbringen.

Daher schauen wir uns mal die so genannten "Big 3" im Tennis genauer an. Damit man eigentlich immer das Trio Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic. Nun mag der ein oder andere die "Kombo" noch um den Schotten Andy Murray erweitern, aber wirklich lange geprägt haben vor allem die Drei (Federer, Nadal, Djokovic) das Tennis in den letzen Jahren. Jahrzehnten.

Sie haben die Fans auch immer so fasziniert, weil sie alle so unterschiedlich waren oder sind. Der Gentleman Federer, der Sandplatz-Torero Nadal und der unbequeme Spielverderber Djokovic. Jeder mit seiner ganz eigenen Rolle.

Wenn die Schweiz in Südtirol liegt...

Betrachten wir im April 2023 das Herrentennis ergibt sich erstaunlicherweise wieder eine sehr ähnliche Konstellation, beziehungsweise Rollenverteilung: Da ist der wohl-erzogene, charmante Jannik Sinner. Der vor Kraft nur so strotzende Carlos Alcaraz. Sowie der unglaublich erfolgreiche aber nur schwierig greifbare Daniil Medvedev. Auch die Länderzusammenstellung zeigt verblüffende Parallelen. Schweiz (Federer) trifft auf Südtirol (Sinner). Spanien (Nadal) auf Spanien (Alcaraz). Serbien (Djokovic) auf Russland (Medvedev).

Es ist, als hätte der Tennis-Gott nach neuen "Big 3" gecastet, wollte aber sicher gehen, dass nicht zu viel Verücktes passiert und lieber auf Altbewährtes, bereits Erprobtes, setzen. Das ist dem Tennis-Gott mit den "Big 3" Medvedev-Alcaraz-Sinner vortrefflich gelungen. Nun müssen diese Drei nur noch beweisen, dass sie genauso lange ihre Dominanz an der Spitze des Welttennis aufrecht halten können.

Und Tennis-Fans in aller Welt werden über den Weg der neuen "Big 3" mit größtem Vergnügen diskutieren.

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Montag
03.04.2023, 08:00 Uhr
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