Diego Hartfield hört auf
Der verletzungsgeplagte Argentinier, der in seiner Karriere drei Challenger gewann, will irgendwann Davis-Cup-Kapitän werden.
von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet:
05.12.2010, 11:28 Uhr

Der Argentinier Diego Hartfield hat seine Karriere beendet, nachdem er in den letzten Jahren immer wieder mit Muskelverletzungen zu kämpfen hatte. Seine beste Zeit hatte der 29-Jährige vor rund drei Jahren, als er nach drei Challenger-Titeln und einem Halbfinale in Buenos Aires die Nummer 73 der Welt war. Zuletzt waren die Verletzungsprobleme jedoch so groß gewesen, dass er 2009 nur drei Turniere spielen konnte und auch in diesem Jahr erst im Juni zu spielen begann. "Die neue Generation gibt immer hundert Prozent, das zeigt mir, dass es sehr schwer für mich geworden wäre, nochmal erfolgreich zu sein", sagte er.
Für seine Zukunft hat sich Hartfield, auf dessen Karriere-Abschussliste Namen wie Juan Monaco, Stanislaw Wawrinka oder Nicolas Almagro stehen, schon konkrete Gedanken gemacht. "Ich will jetzt erst mal das Leben zuhause genießen und Sachen tun, die ich zuvor wegen der vielen Reisen nicht machen konnte. Zudem will ich dem Tennis verbunden bleiben und junge Spieler trainieren. Auch wenn ich in meiner Karriere nie Davis Cup spielen konnte, hoffe ich eines Tages argentinischer Kapitän zu werden", sagte Hartfield, dessen Urgroßvater in Österreich geboren wurde, weshalb er auch die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt.
Lange Liste argentinischer Verletzungsopfer
Hartfield reiht sich ein in eine lange Liste argentinischer Spieler, die in den letzten Jahren - großteils verletzungsbedingt - nicht mehr an ihre Glanzzeiten heranreichen konnte. Beispiele sind etwa Guillermo Coria (Karriere beendet), Gaston Gaudio (ATP 327), Jose Acasuso (ATP 253), Martin Vassallo Arguello (ATP 286) oder zuletzt Juan Martin Del Potro (ATP 259).(Text: nl, Foto: GEPA Pictures)
