Diesmal für immer? Tsitsipas trennt sich (wieder) von Vater Apostolos

Kurz, bevor in Wimbledon das dritte Major des Jahres startet, hat Stefanos Tsitsipas bekannt gegeben, dass er die Zusammenarbeit mit seinem Vater und Coach Apostolos beendet. Künftig wird der Grieche mit Thomas Perrin von der Mouratoglou-Akademie zusammenarbeiten.

von Clemens Engert
zuletzt bearbeitet: 28.06.2026, 21:19 Uhr

© Getty Images
Stefanos Tsitsipas hat sich zum zweiten Mal von seinem Vater getrennt.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich der ehemalige Weltranglisten-Dritte von seinem Vater als Coach trennt. Dies geschah bereits im Jahr 2024 - ein Jahr darauf erfolgte, nach einem verunglückten Intermezzo mit Goran Ivanisevic, die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit. Nun gebe es allerdings kein Zurück mehr, so Tsitsipas: „Es ist schwierig, da wir viele Jahre gemeinsam auf der Tour verbracht haben. Aber jetzt glaube ich, dass wir in Zukunft nicht mehr zusammenarbeiten werden. Ich möchte meine eigenen Entscheidungen treffen. Ich habe andere Pläne, die meiner Meinung nach nicht mit unserer bisherigen Zusammenarbeit vereinbar sind.“

„Je älter ich werde, desto schwieriger fällt es mir, im Trainingskontext eine stabile Beziehung zu meinem Vater aufrechtzuerhalten. Ich habe das Gefühl, dass wir an einem Punkt angelangt sind, an dem ich etwas ganz anderes suche. Ich habe es in der täglichen Dynamik unserer Zusammenarbeit gespürt“, so der 27-Jährige.

“Nicht der richtige Weg”

Die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen: „In letzter Zeit habe ich mich zwar wohlgefühlt, meinen Vater an meiner Seite zu haben, aber das war nicht der richtige Weg, um die nächsten Schritte zu gehen und in meiner Karriere etwas Neues zu wagen. Natürlich liebe ich ihn sehr und wünsche ihm alles Gute, aber im Moment konzentriere ich mich auf mich selbst und darauf, was das Beste für mich ist.“

Gleichzeitig gab Tsitsipas bekannt, dass er fortan mit Thomas Perrin von der Patrick-Mouratoglou-Akademie zusammenarbeiten wird und dieser ihn auch in Wimbledon betreuen wird. Zudem soll Mouratoglou selbst als eine Art Berater fungieren. „Thomas wird in der nächsten Zeit und in den kommenden Wochen mein Trainer sein. Patrick wird eine Aufsichtsfunktion übernehmen und mir bei bestimmten Turnieren zur Seite stehen, sofern es sein Terminkalender zulässt“, stellte der Grieche klar.

Der zweifache Grand Slam-Finalist, der mittlerweile nur mehr au Platz 88 der Weltrangliste steht, trifft am Montag in der ersten Runde des Rasen-Grand-Slams auf den Franzosen Hugo Gaston. Ob sich da schon so etwas wie ein Trainer-Effekt einstellt?

Hier das Einzel-Tableau der Herren in Wimbledon

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Sonntag
28.06.2026, 21:55 Uhr
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