Djokovic fühlt sich bereits griechisch – außer der Sprache
Mit der erstmaligen Austragung des vorher in Belgrad stattfindenden ATP-Turniers in Athen setzte Novak Djokovic ein klares Zeichen, dass er sich mit seiner Familie dauerhaft dort niederlassen möchte. Mit dem Antrittsbesuch beim Minister für Migration und Asyl scheint dies nun auch offiziell bestätigt.
von Dietmar Kaspar
zuletzt bearbeitet:
17.02.2026, 17:23 Uhr

Es war die perfekte Vorzeige-Veranstaltung für Novak Djokovic, um sich in seiner neuen Heimat Athen von der allerbesten Seite zu zeigen. Bei den Hellenic Championship 2025, die komplett von der Familie Djokovic organisiert wurden, ließ der Serbe keine Möglichkeit aus, um die Verbundenheit mit seiner neuen Wahlheimat zu demonstrieren. Da passte auch das Sahnehäubchen, dass er sich in einem mehr als dreistündigen Finale gegen den Italiener Lorenzo Musetti die Krone für den Turniersieg aufsetzen konnte. Fehlen durfte natürlich auch nicht das perfekt inszenierte Video auf dem Weg zur Akropolis, um mit Anspielung auf die 101 Dalmatiner auf seinen ebensovielten Karriere-Turniersieg hinzuweisen.
Was somit indirekt angekündigt war, scheint sich nun auch offiziell bestätigt zu haben. Um für seine Familie einen dauerhaften Aufenthaltsstatus in Griechenland zu erwirken, ließ es sich der 24-fache Grand-Slam-Champion nicht nehmen, höchstpersönlich einen Antrittsbesuch bei Thanos Plevris, dem aktuellen Minister für Migration und Asyl, wahrzunehmen. Selbstverständlich ebenfalls medial über den X-Account des Ministers verbreitet.
Sportkulturell scheint sich der Serbe bereits bestens in der neuen Heimat eingelebt zu haben. So besuchte er kürzlich im Peace-and-Friendship-Stadium in Piräus das Basketball-Euroleague-Spiel zwischen Olympiakos und Roter-Stern Belgrad.
Eine Baustelle offenbarte der serbische Davis-Cup-Sieger von 2010 dann doch noch. „Ich fühle mich griechisch, aber ich muss noch die griechische Sprache lernen. Bis jetzt bin ich noch nicht gut darin, das ist nicht einfach.“ Doch wie man Djokovic kennt, der neben seiner Heimatsprache serbisch auch fließend Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch spricht und auch fundierte Sprachkenntnisse in Portugiesisch, Russisch, Arabisch, Chinesisch und Japanisch hat, sollte es sich dabei nur um eine Frage der Zeit handeln.
