Sinner zieht Lehren aus Djokovic-Drama: Weitere Veränderungen im Spiel
Nach dem bitteren Fünf-Satz-Aus gegen Novak Djokovic bei den Australian Open blickt Jannik Sinner selbstkritisch auf das Match zurück. Der Italiener sieht in der Niederlage wichtige Impulse für seine Weiterentwicklung.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
16.02.2026, 08:02 Uhr

Im Halbfinale der Australian Open lieferte sich Jannik Sinner mit Novak Djokovic einen hochklassigen Fünf-Satz-Thriller, der erst nach fast vier Stunden entschieden war. Der Traum von drei aufeinanderfolgenden Melbourne-Titeln zerplatzte für den Italiener knapp, obwohl er phasenweise das Geschehen dominierte. Am Ende setzte sich der 38-jährige Serbe mit 3:6, 6:3, 4:6, 6:4, 6:4 durch.
Nüchterne Analyse
Rückblickend spricht Sinner von einem lehrreichen Match, das ihm wertvolles Feedback geliefert habe. Im Interview mit Sky Sports Italia betonte der Südtiroler, dass kleine taktische Anpassungen einfach Zeit brauchten, um zur Selbstverständlichkeit zu werden. „Manchmal läuft es eben nicht so, wie man es sich wünscht – das ist Sport“, erklärte der Weltranglistenerste und zeigte sich dabei bemerkenswert abgklärt. Statt seine Niederlage zu beklagen, nutzt er sie als Grundlage für seinen nächsten Entwicklungsschritt.
Arbeit am Feinschliff
Dabei arbeitet Sinner gezielt an kleinen, aber entscheidenden Stellschrauben in seinem Spiel. Es gehe nicht um radikale Veränderungen, sondern um Details, die ihm in engen Matches den letzten Vorteil verschaffen sollen – unter anderem im Returnspiel und im Erkennen der richtigen Momente für offensive Aktionen. Da auf höchstem Niveau oft Nuancen über Sieg und Niederlage entscheiden, will Sinner genau dort ansetzen, wo sein Spiel noch robuster und variabler werden kann.
Neustart in Doha
Diese Woche richtet sich Sinners Blick auf das ATP-Turnier in Doha, wo er erstmals seit Melbourne wieder ins Geschehen eingreifen wird. Zum Auftakt wartet mit Tomas Machac ein Gegner, den er bislang stets bezwingen konnte. In späteren Runden könnten Jakub Mensik, Alexander Bublik oder Arthur Fils auf der anderen Seite des Courts auftauchen.
Hier das Tableau der Herren in Doha
