WTA Dubai: Eklat um Swiatek und Sabalenka - Turnierchef fordert harte Strafen
Der kurzfristige Rückzug von Iga Swiatek und Aryna Sabalenka vom WTA-1000-Turnier in Dubai sorgt für massive Verstimmung bei den Organisatoren. Turnierdirektor Salah Tahlak drängt auf Punktabzüge.
von Isabella Walser-Bürgler
zuletzt bearbeitet:
15.02.2026, 19:42 Uhr

Nur einen Tag vor Turnierbeginn zogen sowohl Iga Swiatek als auch Aryna Sabalenka ihre Teilnahme an den Dubai Tennis Championships zurück. Während Swiatek nach ihrem Viertelfinal-Aus in Doha mentale Gründe angab, verwies Sabalenka auf kleinere körperliche Probleme. Die Veranstalter, die auf zwei der größten Stars des Tenniszirkus gehofft hatten, reagierten verschnupft auf den Doppel-Rückzug.
Turnierdirektor geht in die Offensive
Turnierdirektor Salah Tahlak fand deutliche Worte für die Entscheidungen der beiden Topspielerinnen. Die Erklärungen bezeichnete er als „seltsam“ und regte härtere Konsequenzen an. Da Geldstrafen offensichtlich nicht ausreichen würden, sollten Ranglistenpunkte gestrichen werden. Besonders Sabalenkas Argumentation stieß ihm sauer auf. Laut Turnierarzt handle es sich lediglich um eine leichte Blessur. Tahlak will das Thema nun auf höchster WTA-Ebene ansprechen und die Regularien grundsätzlich diskutieren.
Pflichtturnier mit Schlupflöchern
WTA-1000-Events gelten offiziell als Pflichtturniere, doch medizinische Ausnahmen ermöglichen kurzfristige Absagen ohne gröbere Sanktionen. Während Sabalenka mit ihrer Hüftproblematik wohl straffrei bleibt, droht Swiatek Ärger, da sie ihre Entscheidung vor allem mit Anpassungen ihres Turnierplans begründete. Dabei hatte die Polin bereits vor der Saison angekündigt, 2026 gezielt Turniere auszulassen, um erneute Überlastung zu vermeiden.
Gauff meldet sich gegen Strafe zu Wort
Coco Gauff hielt indes Fürsprache für Swiatek und Sabalenka und stellte sich offen gegen die Forderung nach Punktabzügen. Die Amerikanerin verwies auf den immer dichter werdenden Kalender und die steigende Belastung, insbesondere durch zweiwöchige Großturniere. Ihrer Meinung nach brauche es flexiblere Modelle statt zusätzlicher Strafen (etwa optionale Masters-Turniere, wie sie bei den Männern existieren).
Hier das Einzeltableau der Damen in Dubai
