Wie man einen Tennisschläger zerschmettert

Der extrovertierte Russe gibt Tipps, wie man sein Spielgerät am besten zerstört.

von tennisnet.com
zuletzt bearbeitet: 12.02.2013, 11:18 Uhr

Umarme ihn.

„Ich verstehe nicht, warum einer ein Problem haben könnte mit Leuten, die den Schläger zerschmettern. Das ist keine große Sache, oder doch? Stell dir vor, dass Roger Federer und Rafael Nadal in Wimbledon im fünften Satz spielen. Federer hat gedacht, dass es einfach wird. Er ist verärgert und geht deshalb mit seinem Schläger an den Netzpfosten und schwingt damit durch wie ein Samurai-Krieger. Der Schläger liegt in Stücke. Wenn Federer das tun würde, wäre das eines der populärsten Videos, die es geben würde. Ich finde, dass mehr Topspieler ermutigt werden sollten, Schläger zu zerschmettern. Sie versuchen damit zu zeigen, wie intensiv und leidenschaftlich die Spieler auf dem Platz sind. Und was gibt es für einen besseren Weg, als einen Schläger auf dem Platz zu zerschmettern?“

Wirf nicht den Schläger.

„Ich glaube, dass es besser ist, ihn nicht zu werfen. Wenn du dich daran hältst, hast du mehr Kontrolle. Wenn du deinen Schläger zerschmetterst, kannst du fühlen, wie er bricht, du kannst die Vibrationen und die Kraft auf deinem Arm spüren. Außerdem fühlst du dich wie ein Idiot, wenn du deinen Schläger aufhebst, nachdem du ihn über den Platz geworfen hast, er dabei aber nicht gebrochen ist und nur ein Kratzer dran ist. Das sieht so aus, als ob du deinen Schläger brechen wolltest. Dann musst du es auch tun.“

Ein Schlägerbruch auf Gras bringt Extrapunkte.

„Ich bin beeindruckt von jedem, der einen Schläger auf Rasen zerbrechen kann. Das ist wirklich männlich. Selbst ein Mädchen kann auf einem Hartplatz einen Schläger zerbrechen. Aber es auf Rasen zu tun, ist schwierig. Du könntest damit in einem Rasenstück enden. Ich erinnere mich, dass ich es einmal auf Rasen getan habe, als ich ziemlich sauer war. Es endete damit, dass ich den Schläger wie einen Speer herausziehen musste. Aber ich musste so tun, als ob ich das vorgehabt hätte. Ich bin herüber gegangen, um das Loch aufzuräumen. Ich musste etwas Gartenarbeit machen. Zeige nie, dass du beim Versuch eines Schlägerzerbrechens gescheitert bist.“

Übe, übe, übe.

„Ich habe unzählige Schläger während meiner Karriere zerbrochen. Ich erinnere mich an eine zehntägige Periode, – das war auf dem Trainingsplatz, nicht auf dem Matchplatz – als ich zehn oder 15 Schläger zerbrochen habe. Das war etwas verrückt. Aber wenn du einen schlechten Tag hast, ist das die beste Weise, um deinen Frust herauszulassen. Du wirst nicht damit anfangen, Tennisbälle nach Leuten zu werfen. Das nächste Objekt, das vor dir liegt, ist dein Schläger. Du weißt, dass es sich gut anfühlt, wenn du ihn zerbrichst. Einige Male habe ich Schläger während der Matches auf meinen Knien zerbrochen. Nein, das war nicht schmerzhaft für mein Knie, nur schmerzhaft für den Schläger. Deshalb musst du üben, um das Schlägerzerbrechen gut hinzubekommen. Du willst nicht doof auf dem Platz aussehen. Aber ich habe wahrscheinlich mehr Schläger im Training zerschmettert als in Matches. Das ist auch fast besser als in Matches, weil du keine Strafe bekommst. Wenn du einen Schläger zerbrichst, zeigt das deinem Gegner, dass die Dinge dich etwas angehen. Ich bin durch Stufen des Schlägerzerbrechens gegangen. Es hängt von der Stimmung ab und davon, ob ich einen schlechten Tag auf dem Platz habe.“

Setze dich mit deinem schlechten Gewissen auseinander.

„Danach fühlst du dich etwas schuldig, dass du es getan hast und bist in etwa so: ’Ja, ich vertrage mich mit dir, mein Liebling, mein kleiner Schläger’. Aber der Schläger ist zerbrochen, und du weißt, dass er nie wieder derselbe sein wird.“(Quelle: The Tennis Space; Foto: GEPA pictures)

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Dienstag
12.02.2013, 11:18 Uhr