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Dominic Thiem in Kitzbühel - Familientreffen mit Happy End

Dominic Thiem hat in Kitzbühel seinen 14. Titel auf der ATP-Tour geholt, seinen ersten in Österreich. Das sollte den Druck bei künftigen Auftritten in der Heimat lindern.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 03.08.2019, 21:15 Uhr

Die Siegerfamilie von Kitzbühel
© GEPA Pictures
Die Siegerfamilie von Kitzbühel

Von Jens Huiber aus Kitzbühel

Und irgendwann war dann die gesamte Familie Thiem auf dem Center Court in Kitzbühel versammelt, zum Foto mit dem frischesten Sieger der Generali Open, der praktischerweise der erfolgreichste Spross dieser Familie Thiem ist. Dominic, ein paar Wochen lang noch 25 Jahre alt, nahm den Mittelplatz im großen Mannschaftsfoto ein, die goldene Gams in der Hand.

Ein ähnliches Portrait ist schon am Dienstagabend bei der Players Party entstanden, einen Tag vor dem Einstig des Turnierfavoriten in den Spielbetrieb beim traditionellen Sommerturnier. Es folgten Siege gegen Sebastian Ofner, Pablo Andujar, Lorenzo Sonego und am Samstag gegen Albert Ramos-Vinolas, allesamt ohne Satzverlust. Und im Großen und Ganzen ungefährdet. Im Finale fehlte Thiem zunächst der richtige Zugriff auf Match und Gegner, aus der Regenpause kam der Favorit entschlossener zurück, bot dem Spanier mehr Flugbahn in seinen Bällen an. Wohl auf Anraten seines Coaches Nicolas Massu. Mithin der einzige auf dem großen Familienfoto, mit dem sich Dominic Thiem nur auf Englisch unterhalten kann.

Dominic Thiem nun weiter nach Montreal

Thiem hat nun ebenso viele Titel in Kitzbühel gewonnen wie sein Coach und auch Thomas Muster. Zart keimende Gerüchte, wonach sich der legendäre Linkshänder das Endspiel im Stadion, das eigentlich ihm zu Ehren erbaut wurde, persönlich geben würde, bewahrheiteten sich nicht. Auch Neu-Manager Herwig Strake schaffte es nicht nach Kitzbühel, die Termine des Stadthallen-Zampanos sind eng gestrickt.

Das gilt auch für Dominic Thiem, der sich am Sonntag nach Montreal aufmachen wird. Sie Ausgangslage dort ist eher bescheiden: Der Niederösterreicher hat in Kanada noch nie ein Match gewonnen, in Runde zwei geht es entweder gegen Lokalmatador Denis Shapovalov oder Pierre-Hugues Herbert. Der Franzose fehlt in der Spalte der Lieblingsgegner von Thiem.

Thomas Muster hat in Wien nie gewonnen

Das wird Thiem aber frühestens am Mittwoch beschäftigen, für den Moment wirken die Eindrücke von vier Spielen vor ausverkauften Tribünen in Kitzbühel nach. Thiem wird 2020 wiederkommen, das steht längst fest, viele Zuschauer werden es ihm gleichtun. In Kitzbühel hat für Thiem viel begonnen - das erste ATP-Match, das erste Finale, das er 2014 gegen David Goffin verlor - und nun hat sich ein Kreis geschlossen.

Der erste Heimsieg, daran hat Thomas Muster lange arbeiten müssen, in Wien hat es für den Steirer übrigens nie geklappt. Dort kann Dominic Thiem Ende Oktober nun mit weniger Druck anreisen, die Familie ist sicher wieder mit im Schlepptau. Schließlich ist die Wiener Stadthalle auch der Ort, an dem Dominic Thiems Vater Wolfgang erstmals den Eindruck hatte, dass sein Sohn mit den ganz Großen mitspielen kann: 2013 gegen Jo-Wilfried Tsonga. Wer weiß - vielleicht gibt es ja in Wien die nächste runde Geschichte.

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