Dominic Thiem: Marrakech, Monte Carlo, München?

Das lang erwartete Comeback von Dominic Thiem verzögert sich also weiter. Für den Wiedereinstieg auf Asche bieten sich mehrere Möglichkeiten an.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 08.03.2022, 11:08 Uhr

Auf Asche fühlt sich Dominic Thiem am wohlsten
© Getty Images
Auf Asche fühlt sich Dominic Thiem am wohlsten

Angeblich sagt ein Bild ja mehr als tausend Worte, wie steht es dann erst mit Bewegtbildern wie jenen, die Dominic Thiem während der letzten Tage in die sozialen Netzwerke gestellt hat? Da war die österreichische Nummer eins also beim Schlagtraining zu sehen, es sah nach einem vollen Schwung aus. Die Ferndiagnose zur Beinarbeit fiel sogar noch besser aus. Was man allerdings nicht sah: Trainingspartner aus dem ATP-Bereich. Vielleicht, weil diese etwas fotoscheu waren. Eher aber, weil sich Dominic Thiem noch nicht ganz bereit für Sätze auf höchstem Niveau fühlt. Und sei es nur im Übungsbetrieb.

So gesehen war die Absage der Auftritte in Indian Wells und Miami dann vielleicht doch nicht ganz so überraschend, die fehlenden Trainingssätze hatte Thiem ja schon bei seinem Rückzug von der südamerikanischen Sandplatz-Tournee als einen der Hauptgründe genannt. Die gute Nachricht: Das verletzte Handgelenk hält, ja, es soll sogar stärker denn je sein.

Nadal in Monte Carlo für Thiem zweimal zu stark

Und so wird sich die Rückkehr auf die ATP-Tour eben auf Sand zutragen, nicht in Cordoba, aber vielleicht in Marrakech? Dort steht ab dem 4. April ein zünftiges 250er-Event im Terminkalender, von allzu üppiger Konkurrenz aus den Spitzenbereichen der ATP-Charts wäre für Dominic Thiem nicht auszugehen. Aber sollte der 28-jährige Niederösterreicher tatsächlich mit einem Start in Monte Carlo planen, dann wären ein, zwei Matches unter Wettkampfbedingungen sicherlich nicht verkehrt.

Denn im Fürstentum ist mit der vollen Kapelle zu rechnen, inklusive einem sehr gut ausgeruhten Novak Djokovic (so sich ein Auftritt mit den Impfbestimmungen in seiner Wahlheimat vereinbaren lässt). Rafael Nadal soll sich im mondänen Country Club in der Vergangenheit sehr ordentlich zurecht gefunden haben, gegen Thiem hat er eben dort 2016 knapp und zwei Jahre später weniger knapp gewonnen.

Zu Djokovic nach Belgrad?

Und danach? Ab dem 18. April wird parallel in Barcelona und Belgrad aufgeschlagen. In Barcelona hat Thiem 2019 gewonnen, andererseits hat der Österreicher mit Novak Djokovic ja ein gutes Auskommen, vielleicht schaut er also wie weiland bei der Adria-Tour in der serbischen Hauptstadt vorbei.

Für die deutschsprachigen Thiem-Fans, die einen eher kurzen Anreiseweg bevorzugen, wäre ein Start in München, eine feine Sache. Beim MTTC Iphitos hat Thiem letztmals 2016 aufgeschlagen, da im Halbfinale Alexander Zverev besiegt, um dann im Endspiel Philipp Kohlschreiber knapp im Tiebreak des dritten Satzes zu unterliegen.  Die beiden deutschen Ausnahmespieler werden in München übrigens wieder aufschlagen: Zverev als großer Favorit, Kohlschreiber (von einer Wildcard für den dreimaligen Champion ist auszugehen) zum vielleicht letzten Mal.

Die Höhenlage der bayerischen Landeshauptstadt würde für Dominic Thiem aber auch eine angemessene Vorbereitung auf das ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid bringen. Und dort hat Thiem immerhin ein Halbfinale von 2021 und damit 360 Punkte zu verteidigen.

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von Jens Huiber

Dienstag
08.03.2022, 13:45 Uhr
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