Daniil Medvedev: "Dunlop-Ball ist wenigstens rund"

Daniil Medvedev zeigt sich in Indian Wells bislang in beeindruckender Form. Ob es daran liegt, dass man dort die Bälle gewechselt hat?

von Florian Goosmann
zuletzt bearbeitet: 12.03.2026, 10:00 Uhr

Daniil Medvedev
© Getty Images
Daniil Medvedev

Wir blicken dazu kurz zurück nach Rotterdam. 

Daniil Medvedev hatte dort eine seiner teils verrückt klingenden Wutreden gehalten und dabei eine steile These aufgestellt: nämlich die, dass die dort genutzten Tennisbälle nicht rund seien

“Head Tour XT-Bälle sind nicht rund, also sollten wir nicht mit ihnen spielen und niemand sollte sie kaufen”, schnaubte er (und verlor kurz später). Bekam dabei allerdings Zustimmung von den Kollegen Alex de Minaur und Arthur Fils.

Indian Wells nutzt mittlerweile Dunlop-Bälle

Während Medvedevs guter Saisonstart (mit dem Sieg in Brisbane) somit Schrammen bekommen hatte, scheint der Weltranglisten-11. in Indian Wells wieder einer der Spieler, die es zu schlagen gilt. Nur 16 Spiele hat er in seinen ersten drei Matches abgegeben, heute Nacht (ab 1 Uhr MEZ) gegen Djokovic-Bezwinger Jack Draper allerdings könnte die Bewährungsprobe anstehen. 

Warum es beim Turnier in der kalifornischen Wüste wieder besser läuft für die ehemalige Nummer 1? Hat womöglich mit den dort genutzten Bällen zu tun. Über viele Jahre hinweg hatte man hier eigentlich mit (sehr schnellen) Penn-Bällen gespielt. Mittlerweile aber nutzt man Dunlop-Kugeln. Zur Freude von “Meddy”. 

“… dann sind sie nicht mehr rund”

“Penn ist Head, wenn ich das richtig verstehe, und ich hasse Head-Bälle”, setzte Medvedev also in Rotterdam-Manier fort. (Zum Hintergrund: Die vor allem in den USA bekannte Marke Penn gehört zu Head.) 

Er habe das ja in Rotterdam “sehr gut” erklärt, so Medvedev weiter. Das Problem sei, dass wenn man zwei Minuten lang mit diesen Bällen spiele, “dann sind sie nicht mehr rund”. Konkret würde sich dann die Gummierung, an der die beiden Ballhälften zusammengesetzt seien, an manchen Stellen verändern. Diese habe zur Folge, dass wenn man zwei Mal dieselbe Schlagbewegung ausführe, der Ball dennoch anders reagiere - je nachdem, an welchem Punkt man ihn getroffen habe. “Und ich hasse das. Einmal treffe ich das Feld, einmal geht der Ball ins Aus. Und ich weiß nicht, warum.”

Mit dem nun in Indian Wells gespielten Dunlop sei das nicht der Fall. Auch wenn Dunlop ebenso nicht sein liebster Ball sei, weil er sich zu schnell aufplustere, wie Medvedev ergänzte. “Aber zumindest ist der Ball rund.” 

Und damit sei man wieder selbst verantwortlich, wohin er fliege. 

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Donnerstag
12.03.2026, 13:51 Uhr
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