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Dominic Thiem: "Müdigkeit und Schmerzen, die so nicht normal sind"

Der Österreicher war niedergeschlagen und ein bisschen ratlos, als er über eine Stunde nach seiner Zweitrunden-Aufgabe bei den Australian Open in Interviewraum 2 kam. In den nächsten Tagen werden in der Heimat Untersuchungen folgen, um dem Grund für die körperliche Schwäche auf die Spur zu kommen.

von Ulrike Weinrich aus Melbourne
zuletzt bearbeitet: 17.01.2019, 15:23 Uhr

Für den angeschlagenen Thiem endeten die Australian Open vorzeitig
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Für den angeschlagenen Thiem endeten die Australian Open vorzeitig

Weitermachen -  das war an einem schwülwarmen Sommerabend in der Melbourne Arena keine wirkliche Option für Thiem. Er habe "Müdigkeit und Schmerzen" verspürt, "die so nicht normal sind. Ich habe mich krank, schlapp gefühlt, deswegen hat es keinen Sinn gemacht, dass ich weiterspiele".

Beim Stand von  5:7, 4:6, 0:2 zog der an Position sieben gesetzte French-Open-Finalist gegen Wildcard-Inhaber Alexei Popyrin (Australien) die Reißleine - und gab auf. Auch in den Stunden danach fühlte er sich "schlecht und scheiße".

 Erklären konnte er sich seine körperliche Schwäche nicht. "Gestern war es noch in Ordnung, aber heute habe ich schon gemerkt, dass ich nicht auf der Höhe bin", berichtete der 25-Jährige.

Er habe trotzdem geglaubt, dass er ein gutes Match spielen könne, aber dann sei es auf dem Court  "schlechter statt besser geworden."

"Da ist irgendwas im Körper, was da nicht hingehört"

Dass das späte Ende der Erstrundenbegegnung gegen Benoit Paire (Frankreich) am frühen Mittwochnacht gegen 2.00 Uhr Ortszeit eine negative Auswirkung auf seine physischen Zustand gehabt haben könnte, glaubte Thiem nicht: "Ich bin normalerweise fit, da sollte es auch kein Problem sein, wenn ich mal ein bisschen später fertig werde."

Thiem in Sachen Erkältungen "anfällig"

Bereits im Trainingslager auf der Kanareninsel Teneriffa war Thiem erkältet - und auch nach der Ankunft in Melbourne wieder.

"Diesbezüglich sei er da "schon anfällig", sagte der Weltranglistenachte, der am Freitag nach Hause fliegen will, um sich so schnell wie möglich einem Check zu unterziehen und Bluttests zu machen. Denn: "Da ist irgendwas im Körper, was da nicht hingehört."

Nach der Auswertung wird sich dann entscheiden, "ob und wie lange ich pausieren muss".

Deshalb konnte Thiem auch noch nicht einschätzen, ob er dem österreichischen Davis-Cup-Team am 1./2. Februar gegen Chile in Salzburg zur Verfügung stehen kann.

Die weitere Planung sieht vor, dass der Lichtenwörther bei den Sandplatz-Turnieren in Cordoba (ab 4. Februar), Buenos Aires (ab 11. Februar)  und Rio de Janeiro (ab 18. Februar) an den Start gehen wird.

Ein bisschen Sand, ein bisschen Hartplatz"...und dann sind wir in Paris"

Danach ist ein Trainingsblock in den USA geplant, ehe es im März bei den Hartplatz-Masters in Indian Wells und Miami weitergeht.

Im Anschluss sollen für den "Dominator" die Events in Monte Carlo, Barcelona, Madrid, Rom folgen, "und dann sind wir in Paris", meinte Thiem mit Blick auf die French Open (ab 26. Mai) , bei denen er 2018 das Finale gegen Rafael Nadal (Spanien) verloren hatte. Aber erstmal heißt es: Fit werden!

Den Saisonstart jedenfalls - vier Niederlagen, ein Sieg, eine Aufgabe - hatte er sich ganz anders vorgestellt. 

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von Ulrike Weinrich aus Melbourne

Donnerstag
17.01.2019, 16:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 17.01.2019, 15:23 Uhr