Dominic Thiem - Pause zur richtigen Zeit

Dominic Thiem wird erst später in die Sandplatz-Saison einsteigen. Diese Entscheidung gab der Österreicher am Mittwoch auf seiner Homepage bekannt. Sie kommt nicht überraschend.

von Jens Huiber
zuletzt bearbeitet: 01.04.2021, 07:38 Uhr

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Dominic Thiem verzichtet auf Monte Carlo
© Getty Images
Dominic Thiem verzichtet auf Monte Carlo

Wenn jemand das ganz große Wechselbad der Gefühle auf der ATP-Tour 2021 durchgemacht hat, dann Dominic Thiem: Der Österreicher spielte und gewann in Melbourne das atmosphärisch dichteste Match gegen Nick Kyrgios. Fast volle Ränge, tolle Stimmung, ein Tennisfest. Wenige Stunden nach Matchende war Melbourne im Lockdown, Thiem musste in einer leeren Rod Laver Arena gegen Grigor Dimitrov ran. Leere Ränge, keine Stimmung, ein Trauerspiel.

So etwas kann schon auf die Psyche schlagen.

Nach seiner Niederlage gegen den Bulgaren, vor allem aber bei seinen Interviews in Doha und Dubai deutete Thiem an, wie schwierig die Situation für ihn sei: Mit dem Triumph bei den US Open wurde er endgültig zum Gejagten, ein Sieg gegen einen Grand-Slam-Champion macht sich in der Vita jedes Tennisprofis gut. In Sachen Thiem haben dies in diesem Jahr schon geschafft: Matteo Berrettini, Dimitrov, Roberto Bautista Agut und Lloyd Harris. Mit Ausnahme von Harris indes Spieler, die Thiem auch in dessen besseren Tagen gefährlich werden können. Bzw. schon konnten.

Thiem traditionell mit Problemen in Monte Carlo

Es ist nicht das erste Mal, dass Dominic Thiem eher suboptimal in eine Saison startet, Abhilfe hat früher oder später der Wechsel auf Sand gebracht. 2021 kann „später“ schon einmal notiert werden, es könnte auf einen Einstieg beim ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid hinauslaufen. Zwar hat Thiem beim Heimturnier von Novak Djokovic in Belgrad eine Zusage deponiert - gerade der Serbe weiß aber, wie schwierig es ist, sein bestes Tennis zu spielen, wenn man sich nicht so richtig spürt. Und genau diesen Eindruck vermittelte Thiem vor allem in Dubai.

Das Leben der Tennisspieler mag privilegiert sein, aber es ist eben auch ein ständiges Hüpfen von einer Blase in die nächste. Damit gehen die Spieler unterschiedlich um: Nick Kyrgios verzichtet gänzlich auf Einsätze, Benoit Paire tritt an, obwohl er keine Lust hat (und lässt dies alle Beteiligten wissen). Für letzteres ist Thiem zu professionell, nie würde er ein Match abschenken. Aber auch er muss sein Mojo wieder finden.

Der Verzicht auf Monte Carlo wird Dominic Thiem wohl nicht allzu schwer gefallen sein. Im Fürstentum hatte er stets mit den Umständen zu kämpfen, bei der letzten Ausgabe 2019 verlor er gegen Dusan Lajovic. Wie zur Bestätigung kam am Mittwoch aus Frankreich die Nachricht, dass das Land in einen harten Lockdown geht. Inwieweit sich Monaco diesem anschließt, ist offen. Eine prickelnde Atmosphäre, die die Tennislebensgeister von Dominic Thiem vorzeitig wieder zum Leben erwecken könnte, ist aber nicht zu erwarten.

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von Jens Huiber

Donnerstag
01.04.2021, 10:45 Uhr
zuletzt bearbeitet: 01.04.2021, 07:38 Uhr

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