Dominic Thiem sieht (noch) keine Wachablöse: "Denke, dass die Big Three in den nächsten Jahren um jeden großen Titel spielen werden"

Trotz des ATP-Finals-Endspiels zwischen ihm und Daniil Medvedev glaubt Dominic Thiem noch nicht an die Wachablöse im Herrentennis. Vielmehr erwartet der 27-jährige Österreicher in den kommenden Jahren einen spannenden und ausgeglichenen Kampf um die größten Titel.

von Nikolaus Fink
zuletzt bearbeitet: 23.11.2020, 23:56 Uhr

Dominic Thiem bei den ATP Finals in London
© Getty Images
Dominic Thiem glaubt noch nicht an die viel zitierte Wachablöse

Nicht wenige Beobachter der Szene hatten im Endspiel der ATP Finals zwischen Daniil Medvedev und Dominic Thiem eine Art Wachablöse im Herrentennis gesehen. Dieser Eindruck kam nicht von ungefähr, sowohl der Russe als auch der Österreicher hatten im Turnierverlauf jeweils Novak Djokovic und Rafael Nadal geschlagen.

Für den 27-jährigen Thiem war das Finale gegen seinen um drei Jahre jüngeren Kontrahenten aber nicht zwingend ein Vorgeschmack auf die nahe Zukunft. "Ich denke, dass die Big Three in den nächsten Jahren um jeden großen Titel spielen werden", erklärte der Lichtenwörther. Demnach erwarte sich Thiem neben weiteren Erfolgen von Novak Djokovic und Rafael Nadal auch von Roger Federer noch das ein oder andere Ausrufzeichen.

Beinahe ungebrochene Grand-Slam-Dominanz

"Roger, Rafa, Nole und auch Andy haben so viel für den Sport gemacht. Ich denke, dass sie dem Tennis viele neue Zuschauer, viele neue Fans, gebracht haben", streute Thiem der alten Garde Rosen. Doch es sei wichtig, dass jetzt auch jüngere Spieler den Durchbruch schaffen, erklärte der Lichtenwörther.

Eines habe das Turnier in London trotz der insbesondere bei Grand-Slam-Turnieren beinahe ungebrochenen Dominanz der "Big Three" schon gezeigt: "Wir haben bewiesen, dass wir mit den Legenden mitspielen und sie auch schlagen können. Wir können ebenfalls die größten Turniere gewinnen", so Thiem.

Thiem hofft auf "aufregende Zeiten"

Daher erwarte Thiem in den kommenden Jahren einen großen Kampf um die wichtigsten Trophäen. "Rafa und Nole sind immer noch oben. Roger wird im nächsten Jahr zurückkommen. Ich denke, dass es mit Daniil, Sascha, Stefanos und seit diesem Jahr auch Rublev sechs bis sieben Spieler gibt, die in den nächsten Jahren um die Top-Positionen kämpfen werden", meinte Thiem, der in der Weltrangliste selbst weiter nach oben klettern möchte.

In "drei, vier, fünf Jahren" würden Djokovic, Nadal und Federer dann aber wohl nicht mehr auf der Tour spielen, gab der 27-Jährige eine Einschätzung ab. "Dann werden wir die Favoriten auf alle großen Titel sein. Ich denke, dass im Tennissport aufregende Zeiten vor uns liegen", so Thiem.

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